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Star Trek: Deep Space Nine
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Star Trek: Deep Space Nine ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie, die in den Jahren 1993 bis 1999 erstausgestrahlt wurde. Sie ist ein Ableger der Fernsehserie Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert, deren kommerzieller Erfolg ausschlaggebend fĂŒr ihre Entstehung war. Sie ist chronologisch betrachtet die vierte Fernsehserie, die im fiktiven Star-Trek-Universum spielt. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Serie hatte Ira Steven Behr, der ab der dritten Staffel der Showrunner war. In Fan-Kreisen wird die Serie mit DS9 abgekĂŒrzt.
In insgesamt 176 Episoden,cite-ref-zaehlweise-1-1[1] die ĂŒber sieben Staffeln verteilt sind, erzĂ€hlt Deep Space Nine von den Geschehnissen, in die vor allem Besatzung, Bewohner und Besucher der gleichnamigen, in der MilchstraĂe gelegenen Raumstation involviert sind. Die Serie handelt zu einem wesentlichen Teil von einem Konflikt zwischen der Vereinten Föderation der Planeten und dem von Formwandlern gefĂŒhrten Dominion-Imperium. Der Konflikt spitzt sich im Laufe der Staffeln zu und eskaliert zu einem interstellaren Krieg, der in den letzten beiden Staffeln thematisiert wird.
Von den anderen Star-Trek-Produktionen unterscheidet sich Deep Space Nine vor allem durch die Abkehr von einem Raumschiff als Hauptschauplatz der Handlung. Charakteristisch fĂŒr die Serie sind zudem regelmĂ€Ăigere Diskussionen des Star-Trek-typischen Ideals einer friedvollen und kriegsfreien Zukunft, eine dĂŒsterere und konfliktreichere AtmosphĂ€re, der ernstere Umgang mit Religion, eine Vielzahl wiederkehrender Nebenfiguren sowie die im Serienverlauf verstĂ€rkt episodenĂŒbergreifend geprĂ€gte Handlung. Die erzĂ€hlten Geschichten weisen beabsichtigte Parallelen unter anderem zu globalen politischen Konflikten der 1990er Jahre und zum Nationalsozialismus auf.
In den Vereinigten Staaten war die Serie fĂŒr die ausstrahlenden Fernsehsender trotz fallender Zuschauerzahlen ein Erfolg. Im deutschsprachigen Raum wurde sie, mit Ausnahme des Pilotfilms, nur im Nachmittagsprogramm erstausgestrahlt und erfuhr auĂerhalb von Fan-Kreisen wenig Beachtung. Sie erhielt neben anderen Auszeichnungen 32 Nominierungen und vier PrĂ€mierungen fĂŒr den Emmy Award. Sie wurde, wie auch die anderen Star-Trek-Serien, fĂŒr zahlreiche Merchandising-Produkte adaptiert, darunter Romane, Comics und Spielzeug, und trug damit die Begeisterungswelle fĂŒr Star Trek in den 1990er Jahren. Der neuere Teil der ĂŒber 80 Romane setzt die Handlung der Fernsehserie nach ihrem Ende fort, teilweise als Crossover mit anderen Star-Trek-Romanreihen.
Contents
âą Handlung
âą Ăberblick
âą Pilotfilm
âą Dominion-Krieg
âą Pah-Geist-Kult
âą Einzelschicksale
âą Weitere Handlung
âą Idee und Konzept
âą Dreharbeiten
âą Vertonung
âą Dokumentation
âą Soundtrack
âą Religion
âą Kritik
âą Auszeichnungen
âą Adaptionen
âą Romane
âą Kurzgeschichten
âą Comics
âą Computerspiele
âą Literatur
âą Englischsprachig
âą Deutschsprachig
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Handlung
Siehe auch
:
Star Trek: Deep Space Nine/Episodenliste
und
Völker und Gruppierungen im Star-Trek-Universum
Ăberblick
Die Handlung baut auf den vorherigen Star-Trek-Produktionen auf. Im 24. Jahrhundert gehört eine Vielzahl von Planeten zur Vereinten Föderation der Planeten, einer von den Menschen im 22. Jahrhundert mitgegrĂŒndeten und von der Erde aus regierten Allianz. Die Planeten befinden sich im Alpha- und im Beta-Quadranten, deren gemeinsame Grenze durch die MilchstraĂe verlĂ€uft. Die Sternenflotte dient der Föderation zur Erforschung des Alls, wird aber auch zur Verteidigung genutzt. Nicht zur Föderation gehören unter anderem die Klingonen, die Romulaner, die Ferengi, die Cardassianer und die Bajoraner. Die Cardassianer, mit denen die Föderation im Jahr 2367 nach langjĂ€hrigem Krieg ein Waffenstillstandsabkommen vereinbart hat, plĂŒndern schon seit Jahrzehnten die Rohstoffe des Planeten Bajor und unterdrĂŒcken dessen Bewohner gewaltsam.
Innerhalb der Hauptzeitleiste von Star Trek beginnt die Handlung von Deep Space Nine, RĂŒckblenden unberĂŒcksichtigt, im Jahr 2369 und damit wĂ€hrend der Handlung der sechsten Staffel von Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert. Sie spielt im Zeitraum bis ins Jahr 2375. Eine in der Serie ĂŒbliche ZeitmessgröĂe ist die Sternzeit. Sie wird nur in einem Teil der Episoden und meist im Rahmen von EintrĂ€gen in das Computerlogbuch genannt, mit denen eine der Hauptfiguren â allen voran Benjamin Sisko â als ErzĂ€hler den Zuschauer informiert.
Im Vorspann gleitet die Kamera durch einen Kometenschweif und nĂ€hert sich, passiert von entgegenkommenden Runabouts, der Raumstation Deep Space Nine, die sie anschlieĂend umkreist. Die Raumstation ist bei der Draufsicht kreisrund und besteht aus einem mittigen, runden Element, das die Kommandozentrale und das Promenadendeck beinhaltet und mit zwei es umschlieĂenden Ringen verbunden ist, nĂ€mlich dem fĂŒr Wohnquartiere vorgesehenen Habitatring und dem Andockring, an dem Raumschiffe anlegen können. Letzterer besitzt je drei obere und untere, nach innen hin gekrĂŒmmte Pylonen. Der Vorspann endet â mit Ausnahme des Pilotfilms â in den Episoden der ersten drei Staffeln damit, dass ein weiteres der Runabouts, die der Stationsbesatzung zum Ăberwinden groĂer Distanzen dienen, in das nahe gelegene, sich öffnende Wurmloch fliegt. Ab der vierten Staffel sieht der Zuschauer stattdessen das in der dritten Staffel neu eingefĂŒhrte Raumschiff U.S.S. Defiant zum Wurmloch fliegen.
Pilotfilm
Im Jahr 2369 endet die Okkupation der Cardassianer ĂŒber die Bajoraner, auch als Folge andauernden bajoranischen Widerstands. Dabei ziehen sich die bisherigen Besatzer von der nahe Bajor gelegenen cardassianischen Raumstation Terok Nor zurĂŒck, auf der sie zuvor unter Einsatz bajoranischer Zwangsarbeiter Erzaufbereitung betrieben. Um politische StabilitĂ€t in dieser Gegend des Universums zu sichern und den Bajoranern bei der Schaffung der Voraussetzungen fĂŒr den Beitritt zur Föderation zu helfen, bezieht die Sternenflotte die Station, die von da an Deep Space Nine heiĂt und von den beiden Regierungen kooperativ gefĂŒhrt wird. Das Kommando erhĂ€lt der Sternenflottenoffizier Benjamin Sisko, erste Offizierin und zugleich Verbindungsoffizierin des bajoranischen MilitĂ€rs zur Sternenflotte wird die Bajoranerin Kira Nerys. Weil sich die religiöse FĂŒhrerin Kai Opaka des untereinander zerstrittenen bajoranischen Volkes erhofft, die Bajoraner miteinander zu vereinigen, wird Sisko dazu auserkoren, entsprechend einer lange wĂ€hrenden bajoranischen Prophezeiung als âAbgesandterâ (englisch Emissary) den âHimmelstempelâ zu entdecken. Wenig spĂ€ter entdeckt Sisko mithilfe seiner Crew in der NĂ€he von Bajor ein kĂŒnstliches, stabiles Wurmloch, das zeitsparendes Reisen in eine 70.000 Lichtjahre entfernte Gegend des bislang kaum erforschten Gamma-Quadranten ermöglicht. Das Wurmloch beziehungsweise der Himmelstempel wird von Wesen bewohnt, die abseits rĂ€umlicher und zeitlicher Existenz leben und die von den Bajoranern als die Propheten verehrt werden. Nachdem Sisko die Wesen im Wurmloch davon ĂŒberzeugt hat, dass die Föderation keine bösen Absichten hat, gewĂ€hren sie allen Raumschiffen freies Geleit durch das Wurmloch.cite-ref-3[3]
Politische und religiöse MachtkÀmpfe
In einem Teil der Episoden der ersten drei Staffeln stehen die politischen und religiösen Konflikte zwischen der Föderation, den Bajoranern und den Cardassianern im Mittelpunkt der Handlung. Nachdem die bajoranische Kai, die religiöse FĂŒhrerin ihres Volkes, amtsunfĂ€hig geworden ist,cite-ref-4[4] vergröĂert sich das Machtvakuum auf dem Planeten.cite-ref-5[5] Dies ausnutzend versucht die intrigante, orthodoxe Bajoranerin Winn, mit einem Mordanschlag einen ihrer Konkurrenten um die FĂŒhrungsnachfolge zu beseitigen.cite-ref-6[6] Ebenfalls, um Macht zu gewinnen, unterstĂŒtzt sie zu Beginn des Jahres 2370 eine von den Cardassianern beeinflusste, bajoranische Fundamentalistengruppe, die die Föderation von Deep Space Nine vertreiben möchte. Durch die BemĂŒhungen der Föderation und der Bajoraner hat dies keinen dauerhaften Erfolg.cite-ref-7[7] Durch den freiwilligen Verzicht ihres Mitbewerbers, Bareil, wird sie spĂ€ter doch zur Kai gewĂ€hlt.cite-ref-8[8] Dennoch gelingt es Bareil im Jahr 2371, die cardassianische Regierung zu einem Friedensvertrag mit Bajor zu bewegen.cite-ref-9[9] Jedoch versucht der cardassianische Geheimdienst, der Obsidianische Orden, durch Sabotage das Fortbestehen des Friedensvertrages zu verhindern. Er hat damit aber keinen Erfolg.cite-ref-10[10] Nach dem plötzlichen Tod des bajoranischen Premierministers ist Kai Winn zwischenzeitlich Regierungschefin geworden und riskiert dabei zur Festigung ihrer Macht einen BĂŒrgerkrieg. Jedoch kandidiert sie aus Furcht vor dem Publikwerden ihres Verhaltens nicht bei den Neuwahlen.cite-ref-11[11]
In sechs weiteren Episoden der Staffeln 2 bis 5 steht die Konfrontation der Föderation mit dem Maquis im Zentrum der Handlung. Diese von Siedlern getragene und teils aus abtrĂŒnnigen Föderationsmitgliedern bestehende Widerstandsbewegung richtet sich gegen die cardassianische Herrschaft ĂŒber ehemalige Föderationskolonien, die im Grenzstreifen beider Welten liegen und im Sinne von dessen Begradigung laut Vertrag nunmehr den Cardassianern zugefallen sind. Er wurde bereits in Star Trek: Das nĂ€chste Jahrhundert (TNG) eingefĂŒhrt. Der Maquis kĂ€mpft deshalb, unter anderem mit terroristischen Aktionen, sowohl gegen die Föderation als auch gegen Cardassia. Dadurch gerĂ€t der Friedensschluss zwischen den beiden MĂ€chten am Ende des Jahres 2370 zunehmend in Gefahr.cite-ref-12[12] Zwei Jahre spĂ€ter desertiert der bislang auf Deep Space Nine stationierte Sternenflottenoffizier Michael Eddington zum Maquis.cite-ref-13[13] Er lĂ€sst die AtmosphĂ€ren zweier cardassianischer Planeten vergiften, um sie fĂŒr Cardassianer unbewohnbar zu machen. Indem Sisko im Gegenzug damit beginnt, von Maquis-Kolonisten bewohnte Planeten zu vergiften, zwingt er Eddington dazu, sich Sisko zu stellen.cite-ref-14[14] Im Jahr 2373 wird der Maquis nach anhaltenden KĂ€mpfen durch das Dominion weitgehend vernichtet.cite-ref-15[15]
Bedrohung durch das Dominion
Nach der Entdeckung des Wurmlochs kommt es beiderseits der Passage zunehmend zu Kontakten der Stationsbesatzung mit Vertretern bislang fremder Spezies aus dem Gamma-Quadranten.cite-ref-16[16] Am Ende des Jahres 2370 (in der finalen Episode der zweiten Staffel) treffen Stationsbewohner im Gamma-Quadranten auch auf Mitglieder des Dominion. Das Dominion, zu dem auch die kriegerischen JemâHadar gehören, betrachtet das Eindringen in sein Territorium als feindseligen Akt durch die Föderation bzw. durch die MĂ€chte des Alpha-Quadranten.cite-ref-17[17] Um die GrĂŒnder, die das Dominion anfĂŒhren, zu suchen und davon zu ĂŒberzeugen, dass die Föderation keine Gefahr fĂŒr sie darstellt, erhĂ€lt Sisko anschlieĂend das Kommando ĂŒber das Kriegsraumschiff Defiant, das mit einer Tarnvorrichtung ausgestattet ist. Die durch den zur Stationsbesatzung gehörigen Formwandler Odo maĂgeblich vorangetriebene Suche ergibt, dass es sich bei den GrĂŒndern ebenfalls um Formwandler handelt, die sich selbst als âGrĂŒnderâ bezeichnen. Um ihre ungefĂ€hrdete Existenz zu sichern und um Ordnung im Universum zu schaffen, begannen die GrĂŒnder einst, die anderen Bewohner eines Teils des Gamma-Quadranten zu unterwerfen.cite-ref-18[18] Die Konfrontation der Stationsbesatzung mit dem Dominion bildet fĂŒr den Rest des Serienverlaufs den bestimmenden Handlungshintergrund eines Teils der Episoden. Manche davon wiederum handeln von den bedeutenden Wendepunkten in dieser Konfrontation oder erzĂ€hlen vom Wesen des Dominion, etwa von der AbhĂ€ngigkeit der JemâHadar von der Droge Ketracel White, mit der die GrĂŒnder sie gefĂŒgig machen.
Die dritte Staffel handelt unter anderem davon, dass sich viele Völker des Alpha-Quadranten der Gefahr eines Angriffes durch das Dominion ausgesetzt sehen. Deshalb schicken der romulanische und der cardassianische Geheimdienst Raumschiffe in den Gamma-Quadranten, um das Dominion durch einen PrÀventivschlag zu vernichten. Ihr Vorhaben misslingt jedoch, da sie in eine Falle des Dominion geraten, das die Romulaner und Cardassianer militÀrisch schwÀchen will.cite-ref-19[19] Den Plan eines Formwandlers, durch das Ersetzen von Föderationsoffizieren die Föderation in einen Krieg zu treiben und so militÀrisch zu schwÀchen, können Sisko und seine Mannschaft in letzter Minute verhindern.cite-ref-20[20]
Die vierte Staffel beginnt damit, dass die Klingonen davon ausgehen, dass Formwandler zum Erlangen der Herrschaft ĂŒber den Alpha-Quadranten die cardassianische Regierung infiltriert haben. Deshalb planen sie, Cardassia zu ĂŒberfallen und die dortige Regierung zu beseitigen. Da die durch Sisko vertretene Föderation zur Vermeidung eines Krieges diesen Plan verhindern will, kĂŒndigen die Klingonen den Friedensvertrag mit der Föderation auf und greifen Deep Space Nine, letztlich erfolglos, mit einer Kriegsraumschiffflotte an.cite-ref-21[21] In der Folgezeit kommt es zu weiteren klingonischen Angriffen gegen militĂ€rische Ziele der Cardassianer und der Föderation. Zu Beginn der fĂŒnften Staffel erfĂ€hrt der Zuschauer, wie Mitglieder der Stationsmannschaft einen Wechselbalg in der klingonischen Regierung enttarnen, der im Auftrag des Dominion die letztjĂ€hrige klingonische Strategie maĂgeblich vorantrieb.cite-ref-22[22]
Unterdessen verursacht der Aufenthalt von Formwandlern auf der Erde unter der Erdbevölkerung Angst vor einem baldigen Angriff des Dominion. Diese Angst schĂŒrend, möchte ein Sternenflottenadmiral mit dem Ziel besserer militĂ€rischer Verteidigungsmöglichkeiten die demokratische Föderationsregierung durch eine MilitĂ€rdiktatur ablösen. Weil dieser Putschversuch die Absicht des Dominion unterstĂŒtzt, die Föderation zu destabilisieren, stoppen ihn Sisko und dessen Stationsmannschaft.cite-ref-ep83-84-23-0[23]
In der fĂŒnften Staffel beginnt das Dominion, Flotten von JemâHadar-Raumschiffen im cardassianischen Territorium zu stationieren. Dabei enthĂŒllt der cardassianische Gul Dukat, zu Zeiten der Besatzung Kommandant auf Deep Space Nine, dass Cardassia auf sein BemĂŒhen hin dem Dominion beigetreten ist, um sein Reich, geschwĂ€cht durch Angriffe der Klingonen und des Maquis, zurĂŒck zu alter StĂ€rke zu fĂŒhren. Dukat, zudem zum neuen Herrscher Cardassias ernannt, fordert, dass die Föderation ebenfalls dem Dominion beitritt und die Raumstation wieder in cardassianische Herrschaft geht. Da sich das klingonische Reich durch das BĂŒndnis zwischen Cardassia und dem Dominion ebenfalls bedroht sieht, stellt es nicht nur den Friedensvertrag mit der Föderation wieder her, sondern wird auch wieder zu ihrem Alliierten.cite-ref-24[24]
Dominion-Krieg
In der finalen Episode der fĂŒnften Staffel erfĂ€hrt der Zuschauer, dass die Romulaner und andere Völker des Alpha-Quadranten Nichtangriffspakte mit dem Dominion abgeschlossen haben und daher eine neutrale Stellung hinsichtlich der zunehmenden RivalitĂ€t zwischen der Föderation und der Klingonen auf der einen Seite und dem Dominion und den Cardassianern auf der anderen Seite einnehmen. Es ist ersichtlich, dass das Dominion unter dem Deckmantel humanitĂ€rer Hilfe fĂŒr die durch den Krieg mit den Klingonen stark geschwĂ€chte Cardassianische Union beginnt, Truppen aus dem Gamma-Quadranten in den Alpha-Quadranten zu verlegen und damit weiter aufzurĂŒsten. Aufgrund dessen lĂ€sst die Sternenflotte das Wurmloch verminen, um das Dominion daran zu hindern, seine militĂ€rische PrĂ€senz im Alpha-Quadranten weiter zu verstĂ€rken. Die Föderation befĂŒrchtet, dass die anhaltende AufrĂŒstung des Dominion im Fall eines Angriffs auf die Föderation dazu fĂŒhrt, dass sie dieser Ăbermacht nicht mehr gewachsen sein könnte. Wohlwissend, dass die Blockade des Wurmlochs einen Krieg provozieren könnte, veranlasst Capitain Sisko die bajoranische Regierung zum Abschluss eines Nichtangriffspaktes mit dem Dominion, wodurch auch der bereits geplante Beitritt Bajors zur Föderation vorerst ausbleibt. TatsĂ€chlich löst die Verminung des Wurmlochs einen Krieg zwischen dem Dominion und der Föderation und den Klingonen (sogenannte Föderationsallianz) aus. Die Föderationsallianz sieht sich anfangs auĂer Stande, Deep Space Nine militĂ€risch zu halten. Die Station wird daher evakuiert und letztlich von den Bajoranern an die Vertreter des Dominion, darunter vor allem Gul Dukat, ĂŒbergeben. Das Dominion ĂŒbernimmt nun jene Rolle, die bisher die Föderation auf der Station hatte, und betreibt gemeinsam mit den Bajoranern die Station, die nun wieder den Namen Terok Nor trĂ€gt. Jedoch besetzt das Dominion aufgrund des Nichtangriffspaktes Bajor nicht. Durch die SchlieĂung des Wurmlochs zurĂŒckgeblieben, ĂŒbernimmt eine als GrĂŒnderin bekannte Formwandlerin die FĂŒhrung ĂŒber die Truppen des Dominion im Alpha-Quadranten.
Im Alpha-Quadranten entbrennt ein interstellarer Krieg, in dem das Dominion durch die Eroberung fremder Territorien seine Macht ausweiten und seine Gegner schwĂ€chen möchte. Indem die Sternenflotte und die Klingonen auf das Expansionsbestreben des Dominion reagieren, verlieren sie bei den zahlreichen Angriffen und RĂŒckzĂŒgen mehrere Dutzend Raumschiffe.cite-ref-25[25] Anfangs verlĂ€uft der Krieg fĂŒr die Föderationsallianz Ă€uĂerst schlecht. Obwohl das Dominion von dem Nachschub aus dem Gamma-Quadranten abschnitten ist, können die Föderation als auch die Klingonen dem Dominion militĂ€risch nur wenig entgegensetzen. Als GrĂŒnde dafĂŒr sind zu nennen, dass das Dominion in der Lage ist, sehr schnell Ressourcen aufzubauen. Schiffswerften und vor allem Soldaten, die einfach gezĂŒchtet werden können, werden vom Dominion so eingesetzt, dass seine Gegner erhebliche Verluste erleiden. Hinzu kommt, dass die Föderation und die Klingonen durch die bisherige Bedrohung durch die Borg, den klingonischen BĂŒrgerkrieg, Konflikte mit den Cardassianern und den jĂŒngsten Auseinandersetzungen untereinandern ohnedies geschwĂ€cht sind. Ein sehr langen Zeitraum, in dem fĂŒr die Föderation Frieden herrschte und sich die Sternenflotte daher eher wissenschaftlichen Missionen zuwandte, fĂŒhrte dazu, dass die Schiffsflotte groĂteils veraltet ist und die Programme zur Modernisierung der Sternenflotte, die als Reaktion der ersten erfolglosen Invasion des Sol-Systems durch die Borg begonnen wurden, zum Zeitpunkt des Beginns des Krieges noch nicht im ausreichenden AusmaĂ gegriffen haben. Auf Deep Space Nine versuchen Gul Dukat und das Dominion die Verminung des Wurmlochs aufzuheben. So könnte aus dem Gamma-Quadranten VerstĂ€rkung eintreffen, wodurch die Föderationsallianz sehr schnell vernichtet werden könnte. Unterdessen möchten auf Deep Space Nine verbliebene bajoranische MilitĂ€rangehörige mit einer neu gegrĂŒndeten Widerstandszelle den Kriegsverlauf zu Ungunsten des Dominion beeinflussen und sĂ€en dazu Zwietracht zwischen Cardassianern und JemâHadar.cite-ref-26[26] Als die Föderationsallianz den Krieg endgĂŒltig zu verlieren droht, da die Verminung des Wurmlochs kurz vor ihrer Auflösung steht, setzt sie Siskos Plan zur RĂŒckeroberung von Deep Space Nine um. Sie beginnt, als sie von der geplanten Entminung erfĂ€hrt, eine mit hunderten Raumschiffen gefĂŒhrte Schlacht zwischen der Föderationsallianz und dem Dominion um Deep Space Nine. WĂ€hrenddessen versucht die Widerstandsbewegung durch Sabotage die Entminung zu verhindern, scheitert jedoch. Bis nach Deep Space Nine durchgedrungen, kann Sisko an Bord der Defiant die Propheten davon ĂŒberzeugen, die sich im Wurmloch der Station nĂ€hernde Flotte aus JemâHadar-Raumschiffen zu vernichten. Durch die nun ausgebliebenen VerstĂ€rkung wird das Dominion zum RĂŒckzug von der Station gezwungen, wobei Dukat in Kriegsgefangenschaft gerĂ€t.cite-ref-27[27] Dukats bisheriger Adjutant Damar wird neuer cardassianischer Herrscher, nachdem er an Bord von DS9 Dukats uneheliche halb-bajoranische Tochter tötete.cite-ref-28[28]
Mangels Nachschub aus dem Gamma-Quadranten stĂ€rkt das Dominion seine militĂ€rische Kraft im Alpha-Quadranten durch den Neubau von Raumschiffen und durch die Zucht neuer JemâHadar-Soldaten.cite-ref-29[29] In KĂ€mpfen gegen das Dominion erleidet die Sternenflotte tausende Kriegsopfer. Um dem Dominion angesichts dessen gröĂeren Widerstand entgegenzusetzen, möchte Sisko das Romulanische Imperium dazu bringen, in den Krieg gegen das Dominion einzutreten. Dazu sorgt er fĂŒr die DurchfĂŒhrung mehrerer rechtlich und moralisch fragwĂŒrdiger Schritte und holt sich die UnterstĂŒtzung des auf der Station lebenden Exil-Cardassianers Garak, dem er weitgehend freie Hand lĂ€sst. Als Folge einer von Garak eingeleiteten Intrige, bei der Garak auch fĂŒr den â aus der Sicht der Romulaner durch das Dominion verursachten â Tod eines romulanischen Diplomaten sorgt, erfĂŒllt sich letztlich Siskos Absicht.cite-ref-30[30] Wenig spĂ€ter fĂŒhrt Sisko, zur Planung der Invasion Cardassias auserkoren, einen aus Sternenflotte, Klingonen und Romulanern bestehenden Kampfverband in eine beiderseits verlustreiche Schlacht gegen das Dominion. Dabei gelingt die Einnahme des im Dominion-Territorium gelegenen Chinâtoka-Planetensystems.cite-ref-ep150-31-0[31]
Im Jahr 2375 verstĂ€rkt sich das Dominion, veranlasst durch die von einer degenerativen Krankheit geschwĂ€chte GrĂŒnderin, indem es ein neues MilitĂ€rbĂŒndnis mit den Breen eingeht. Weil Damar in diese Entscheidung nicht mit einbezogen wurde und er um die cardassianische EigenstĂ€ndigkeit besorgt ist, grĂŒndet er eine Widerstandsbewegung, um Cardassia vom Dominion zu befreien. Beim Aufbau der Bewegung wird er von Siskos Offizieren unterstĂŒtzt. Jedoch stirbt Damar, dessen Familie durch das Dominion aus Rache fĂŒr seinen Verrat getötet wird, letztlich als MĂ€rtyrer. Unterdessen erobern die Breen das Chinâtoka-System von der Föderationsallianz zurĂŒck und beschĂ€digen dabei die Defiant so schwer, dass Sisko keine Wahl bleibt, als das Schiff aufzugeben.cite-ref-ep168und169-32-0[32]cite-ref-33[33]
Sisko und seine Mannschaft erfahren von der Existenz einer zur Sternenflotte gehörenden, von ihr aber offiziell verschwiegenen Geheimorganisation namens Sektion 31, die zum Schutz der Föderation auch illegale Missionen durchfĂŒhrt. Sie hat unter anderem einen Agenten im romulanischen Senat eingeschleust und versucht mehrfach, den Stationsarzt von DS9, Julian Bashir, als Agenten zu rekrutieren.cite-ref-34[34] Als Bashir die Krankheit, die alle GrĂŒnder befallen hat, auch bei Odo feststellt, begibt er sich auf die Suche nach einem Heilmittel. Dabei entdeckt er, dass Odo nicht wie zuvor angenommen durch Kontakt mit der GrĂŒnderin infiziert wurde, sondern dass die Krankheit von Sektion 31 entwickelt wurde. Odo wurde mit ihr infiziert, um sie ohne sein Wissen an die GrĂŒnder zu ĂŒbertragen. Auf diese Weise beabsichtigte Sektion 31 einen Völkermord an den GrĂŒndern. Die Versuche der Sektion 31, Bashirs Suche nach einem Heilmittel zu behindern, schlagen fehl und Odo kann schlieĂlich genesen.cite-ref-35[35]
Zum endgĂŒltigen Erlangen der Herrschaft ĂŒber den Alpha-Quadranten und um sich neu zu formieren, lĂ€sst die GrĂŒnderin alle Dominion-StreitkrĂ€fte auf cardassianisches Territorium zurĂŒckziehen. Darauf greifen Raumschiffe der Föderationsallianz, darunter auch die neue USS Defiant die Stellungen des Dominion rund um Cardassia Prime an. Als sich cardassianische Schiffe, veranlasst durch einen Aufstand des cardassianischen Volks, auf die Seite der Föderation zu schlagen beginnen, initiiert die GrĂŒnderin einen Völkermord an den Cardassianern. Cardassia versinkt abermals in Leid und Elend. Odo kann die GrĂŒnderin durch eine Vereinigung davon ĂŒberzeugen, die vollstĂ€ndige Kapitulation des Dominion zu unterzeichnen und so den Völkermord an den Cardassianern zu stoppen. Dabei wird auch die GrĂŒnderin von der Krankheit geheilt. Vertreter der Allianz aus Dominion und Breen sowie Vertreter von Föderation, Romulanern und Klingonen unterzeichnen wenig spĂ€ter ein Friedensabkommen, durch das der Krieg, der mehrere hundert Millionen Todesopfer gefordert hat, beendet wird. Odo begibt sich auf den Weg zur Heimatwelt der GrĂŒnder im Gamma-Quadranten und tritt in die GroĂe Verbindung ein. Damit heilt er das gesamte Volk von der Krankheit.cite-ref-ep175und176-36-0[36]
Pah-Geist-Kult
Einer bajoranischen Legende zufolge waren die sogenannten Pah-Geister einstmals selbst Wurmlochbewohner, wurden von den Propheten aber aus dem Wurmloch verstoĂen und streben seitdem danach, ihren frĂŒheren Platz wieder einzunehmen. Im Gegensatz zu den Propheten, die durch Drehkörper genannte Artefakte mit den Bajoranern kommunizieren, erhalten GlĂ€ubige Zugang zu den Pah-Geistern, indem sie diese von sich Besitz ergreifen lassen. Die Pah-Geister stellen fĂŒr die letzten beiden Staffeln und den Serienabschluss einen wichtigen Teil der Handlung dar.
Dukat verfĂ€llt nach dem Tod seiner Tochter in Wahnvorstellungen, bei denen er auch zu der Erkenntnis gelangt, dass er die Bajoraner zutiefst hasst. Dazu entschlossen, sie alle zu töten, entkommt er 2374 aus der Gefangenschaft der Föderation.cite-ref-37[37] Einige Monate spĂ€ter lĂ€sst Dukat einen Pah-Geist von sich Besitz ergreifen, um so den Bajoranern und Sisko ihre Verbindung zu den Propheten zu entziehen und die Föderation militĂ€risch zu schwĂ€chen. Dadurch wird der Eingang zum Wurmloch versiegelt.cite-ref-ep150-31-1[31] Durch das Auffinden eines Drehkörpers bekommt Sisko Anfang 2375 jedoch wieder Kontakt zu den Propheten, die daraufhin den Pah-Geist aus dem Wurmloch vertreiben und dessen Eingang wieder öffnen. Von den Propheten erfĂ€hrt Sisko zudem, dass sie es waren, die einst seine Geburt veranlassten.cite-ref-38[38] Dukat schwingt sich auch zum FĂŒhrer einer bajoranischen Sekte auf, die die Pah-Geister als die wahren Götter Bajors verehrt, flieht aber 2375 aus dieser Funktion, als er des Betruges an den Sektenmitgliedern ĂŒberfĂŒhrt wird.cite-ref-39[39]
Einige Monate spĂ€ter lĂ€sst sich Dukat chirurgisch in einen bajoranischen Bauern verwandeln und besucht in dieser Gestalt Kai Winn. Sie sieht in seinem Besuch eine AnkĂŒndigung der von ihr irrtĂŒmlich als die Propheten empfundenen Pah-Geister wahr werden, der zufolge sie gemeinsam dazu bestimmt seien, Bajor in eine Zeit der Erneuerung zu fĂŒhren. Obwohl Winn bald seine wahre IdentitĂ€t erkennt, hat Dukat Erfolg mit seiner insgeheimen Absicht, Winn zur Abkehr vom Glauben an die Propheten und hin zum Glauben an die Pah-Geister zu bewegen, da Winn zu der Ăberzeugung gelangt, dass sie nur so ihre Macht erhalten könne.cite-ref-ep168und169-32-1[32] Ihren gemeinsamen Plan umsetzend beginnt Winn etwas spĂ€ter in Dukats Beisein damit, die in einem Höhlensystem auf Bajor von den Propheten eingesperrten Pah-Geister zu befreien. Nachdem ihr dies gelungen ist, tötet Dukat Winn, weil er ihre Hilfe nicht mehr benötigt. Um die Geister in der Höhle gefangen zu halten, stöĂt der mittlerweile auf das Geschehen aufmerksam gewordene Sisko Dukat â und dabei auch sich selbst â in einen Abgrund. Im Himmelstempel erfĂ€hrt Sisko von den Propheten, dass sie fĂŒr ihn noch viele Aufgaben bereithalten.cite-ref-ep175und176-36-1[36]
Einzelschicksale
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Hauptartikel
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Figuren im Star-Trek-Universum
Vor dem Hintergrund der politischen und religiösen Handlung entfalten sich personenbezogene Geschichten, in die neben Sisko und seinen FĂŒhrungsoffizieren auch andere, teils auf der Station lebende Individuen verschiedener Spezies involviert sind. Viele Episoden sind jeweils auf eine der Haupt- und mitunter auch Nebenfiguren fokussiert, sodass die anderen Figuren oft nur kurz oder teilweise gar nicht mitwirken.
Benjamin Sisko, anfangs im Rang eines Commanders und spĂ€ter eines Captains, verliebt sich einige Zeit nach dem Tod seiner Ehefrau in die FrachtschiffkapitĂ€nin Kasidy Yates. Ihr VerhĂ€ltnis leidet unter Yatesâ Verstrickungen in AktivitĂ€ten des Maquis, festigt sich im Handlungsverlauf aber wieder, bis sie schlieĂlich heiraten. Sisko versucht erfolglos seinen Sohn Jake davon zu ĂŒberzeugen, eine Laufbahn bei der Sternenflotte einzuschlagen. Stattdessen wird Jake Schriftsteller und berichtet als Journalist auch ĂŒber den Dominion-Krieg. Sein beinahe gleichaltriger Freund Nog, ein Ferengi, ist zunĂ€chst Tagedieb und tritt spĂ€ter in die Sternenflotte ein. Als FĂ€hnrich wird er im Dominion-Krieg schwer verwundet, kehrt aber alsbald in den Dienst zurĂŒck.
Der fĂŒr die Sicherheit auf der Station verantwortliche Formwandler Odo blieb an Bord lange Zeit der einzige seiner Art. Der Zuschauer erfĂ€hrt erst nach und nach BruchstĂŒcke seiner Vergangenheit, in der er als Kind von seinem Volk ausgesetzt wurde, um in dessen Auftrag die Galaxis zu erkunden. Als Bestrafung fĂŒr das Töten eines anderen Wechselbalgs wird er durch sein Volk vorĂŒbergehend in einen Menschen verwandelt und seiner FormwandelfĂ€higkeiten beraubt. In der Gesellschaft der Föderationsangehörigen, der Bajoraner und spĂ€ter des Hologramms Vic Fontaine erlernt er menschliche, soziale FĂ€higkeiten wie etwa Freundschaften zu schlieĂen und Vertrauen zu fassen. Dabei verliebt er sich in Kira Nerys, die Erste Offizierin auf Deep Space Nine. Als glĂ€ubige Bajoranerin und frĂŒhere WiderstandskĂ€mpferin hegt sie den Cardassianern â vor allem ihrem Intimfeind Gul Dukat â gegenĂŒber tiefes Misstrauen. Gegen Ende des Dominion-Krieges beteiligt sie sich allerdings am Widerstand der Cardassianer gegen das Dominion.
Der wie die meisten seiner Artgenossen profitorientierte Ferengi Quark, Betreiber eines GlĂŒcksspielcasinos mit Restaurant an Bord der Station, ist hĂ€ufig in illegale GeschĂ€fte wie etwa Schmuggel verwickelt und steht deshalb unter besonderer Beobachtung Odos. Manchmal ist er in die Lösung politischer und wirtschaftlicher Probleme auf seinem Heimatplaneten und in das LiebesverhĂ€ltnis seiner Mutter zum GroĂen Nagus Zek, dem Ferengi-Oberhaupt, involviert. Quarks Bruder und anfĂ€nglicher Angestellter Rom, Nogs Vater, befreit sich aus der AbhĂ€ngigkeit von Quark, wird Stationstechniker und schlieĂlich zum GroĂen Nagus ernannt. Als ranghöchster Techniker ist der frĂŒher auf dem Raumschiff Enterprise eingesetzte Ingenieur Miles OâBrien meist mit der Instandsetzung und -haltung von Station und Defiant befasst. Er pflegt parallel zu seiner Ehe eine Freundschaft mit Julian Bashir, dem Stationsarzt. Ăber Bashir wird alsbald bekannt, dass er als Kind genetisch aufgewertet wurde, wodurch er eine ĂŒberdurchschnittlich hohe Intelligenz und auĂergewöhnliche physische FĂ€higkeiten besitzt.
Die Wissenschaftsoffizierin Jadzia Dax setzt sich als symbiotisches Trill-Lebewesen â bestehend aus der Wirtin Jadzia und dem Symbionten Dax â gelegentlich mit der Vergangenheit der frĂŒheren Wirte des Symbionten auseinander. Sie verliebt sich in den Klingonen und Sternenflottenoffizier Worf, frĂŒher ebenfalls auf der Enterprise tĂ€tig und nun fĂŒr strategische Operationen zustĂ€ndig. Er wird von seinem Volk wegen seiner Weigerung, die klingonische Offensive gegen Cardassia und die Föderation zu unterstĂŒtzen, eine Zeitlang geĂ€chtet. Er dient mitunter an Bord des klingonischen Kriegsschiffes Rotaran unter dessen Kommandanten Martok, der das Klingonische Reich auf Deep Space Nine vertritt und dem Worf schlieĂlich zum Erlangen der klingonischen Herrscherrolle verhilft. Nach Worfs Heirat mit Jadzia wird diese durch den von einem Pah-Geist besessenen Gul Dukat ermordet. Der Dax-Symbiont ĂŒberlebt und wird mit der neuen Wirtin Ezri vereinigt. Ezri Dax arbeitet auf der Station fortan als psychologische Betreuerin. Mit Worf gerĂ€t sie eine Zeitlang in die Gefangenschaft der Breen und des Dominion, dabei wird sie sich ihrer Liebe zu Bashir bewusst.
Garak arbeitet auf Deep Space Nine als Schneider. Alsbald wird bekannt, dass er zur Zeit der Besatzung im cardassianischen Geheimdienst tĂ€tig war. Seiner dabei erlangten Spezialkenntnisse bedienen sich die Mitglieder der Stationsbesatzung einige Male, zum Beispiel in der Episode In fahlem Mondlicht (Staffel 6). Garaks wahre Intentionen und LoyalitĂ€t bleiben oftmals geheimnisvoll und widersprĂŒchlich.
Weitere Handlung
Je eine Episode der Staffeln 2, 3, 4, 6 und 7 handelt von dem Paralleluniversum, das in der Episode Ein Parallel-Universum von Raumschiff Enterprise geschaffen wurde und in der die Geschichte einen abweichenden Verlauf nahm. Darin kĂ€mpfen die Rebellen, zu denen auch die als âTerranerâ bezeichneten Menschen gehören, gegen die âAllianzâ aus oftmals barbarisch agierenden Bajoranern, Klingonen und Cardassianern, darunter auch die unbarmherzige Intendantin, Kiras Pendant. Dabei wird unter anderem der Benjamin Sisko des diesseitigen Universums vorĂŒbergehend in das Spiegeluniversum entfĂŒhrt, um die Rebellen zu unterstĂŒtzen.cite-ref-40[40]
Einige Episoden handeln von geplanten oder unbeabsichtigten Zeitreisen. In dem Zweiteiler Gefangen in der Vergangenheit (Past Tense, Staffel 3) etwa geht es um AufstĂ€nde sozial benachteiligter Menschen im San Francisco des Jahres 2024, in das Stationsoffiziere durch eine Transporterfehlfunktion geraten. Andere Zeitreisen fĂŒhren etwa in die Zeit Captain Kirkscite-ref-41[41] und nach Roswell 1947.cite-ref-42[42] Andere Episoden spielen, auch RĂŒckblenden beinhaltend, wĂ€hrend der cardassianischen Besatzungszeit. Dabei thematisieren sie die tyrannische Herrschaft der Cardassianer und die Rolle Gul Dukats auf der Station.cite-ref-43[43] Drei weitere Episoden spielen auf der zu Deep Space Nine baugleichen Raumstation Empok Nor. Mehrere Episoden der Staffeln 6 und 7 spielen im Rahmen eines Holosuite-Programmes in einem Club im Las Vegas der 1960er Jahre und handeln von emotionalen Sorgen der Stationsbewohner.cite-ref-44[44] Zwei Episoden der letzten beiden Staffeln handeln von Visionen Siskos, in denen er sich in der Rolle Benny Russells befindet, eines afroamerikanischen Science-Fiction-Schriftstellers, der in den 1950er Jahren in den USA seine Geschichte von einer Raumstation, die in ferner Zukunft durch einen schwarzen Captain kommandiert wird, veröffentlichen möchte und dabei mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert wird.
Format und Inszenierung
Titelmusik
Lerner (2013) fand, dass zumindest die in den ersten drei Staffeln eingesetzte Titelmusik von Deep Space Nine â passend zum Schauplatz einer unbeweglichen Raumstation und verglichen mit der von Das nĂ€chste Jahrhundert â etwas weniger VorwĂ€rtstreibendes suggerieren solle. Die letzte Phrase der Fanfare, mit der die Titelmusik beginnt, spiele, so Lerner, auf die VorgĂ€ngerserie an, indem sie die Tonhöhen der letzten Phrase des Themas von Das nĂ€chste Jahrhundert neu formuliere. Das darauf folgende Hauptthema entwickele dasselbe Arpeggio-Motiv wie in Das nĂ€chste Jahrhundert, aber mit einem deutlich spĂ€rlicheren Ensemble. Mit dem Trompetensolo wirke die Hauptmelodie zudem Ă€hnlich abgeschieden und reflektierend wie Aaron Coplands Komposition Quiet City. Die ab der vierten Staffel eingesetzte Version fĂŒge der Melodie eine stĂ€rker vorwĂ€rtstreibende Basslinie hinzu.cite-ref-45[45]
Genres
Neben der Science-Fiction kann Deep Space Nine â wie auch die anderen Star-Trek-Fernsehserien â dem Subgenre Space Opera zugerechnet werden. Als ein weiteres Subgenre nennt Wenger (2006) in Bezug auf die gegenĂŒber den VorgĂ€ngerserien verstĂ€rkte Thematisierung persönlicher Themen die Social Fiction, auch, weil die Diskussion der Serienideologie und andere typische, wissenschaftliche Star-Trek-Elemente vernachlĂ€ssigt wĂŒrden.cite-ref-46[46] Entsprechend werden manche Episoden wie etwa Die verlorene Tochter (Prodigal Daughter, Staffel 7) auch als Soap Opera eingestuft.cite-ref-47[47] Einzelne Episoden werden darĂŒber hinaus anderen Genres zugeschrieben. Zur Vielfalt der Genres bemerkte Showrunner Ira Steven Behr anlĂ€sslich des Serienabschlusses 1999: âJede Woche gaben wir ihnen [den Fans] eine andere Fernsehserie. Sie wussten nicht, ob sie eine Comedyserie, eine Space Opera, eine gesellschaftlich relevante Episode oder eine ruhige Charakter-Episode bekommen.âcite-ref-pierce1999-48-0[48] Bei etlichen Episoden, darunter Der Maquis (The Maquis, Staffel 2), Die Front (Homefront) und Das verlorene Paradies (Paradise Lost, beide Staffel 4) handelt es sich, auch unter BerĂŒcksichtigung ihrer Inspirationsquellen (siehe auch Abschnitt DrehbĂŒcher und Stoffentwicklung), um Politthriller. Episoden höherer Staffeln zĂ€hlen zum Genre Kriegsfilm. Bei den Episoden Die Schlacht um Ajilon Prime (Nor The Battle To The Strong, Staffel 5) und Die Belagerung von AR-558 (The Siege Of AR-558, Staffel 7) handelt es sich um Antikriegsfilme.cite-ref-49[49]
Handlungsstruktur
Die ersten Staffeln enthielten ĂŒberwiegend alleinstehende Episoden und nur manche erzĂ€hlten von der Rahmenhandlung. Mit zunehmender SerienlĂ€nge â oft werden die dritte oder vierte Staffel als Beginn dieser Entwicklung genannt â gab es eine stĂ€rkere inhaltliche VerknĂŒpfung der Episoden untereinander, in frĂŒheren Episoden erzĂ€hlte Geschichten wurden nun mehr und mehr fortgesetzt. Die höheren Staffeln â meist werden die letzten beiden genannt â wurden in dem Zusammenhang als Fortsetzungsgeschichte und als serialisiert bezeichnet, in Abgrenzung von der vorherigen, ĂŒberwiegend episodischen Struktur. Allerdings beinhalten auch die sechste und siebte Staffel einige alleinstehende Episoden.cite-ref-js05-50-0[50] Innerhalb von Star Trek stellte die ErzĂ€hlweise als Fortsetzungsgeschichte ein Novum dar. Obwohl es in Das nĂ€chste Jahrhundert einige HandlungsstrĂ€nge gibt, die die Hauptcharaktere ĂŒber die Staffeln hinweg ausgestalten, besitzen Raumschiff Enterprise und Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert eine episodische Handlungsstruktur, bei der sich jede Episode â von einzelnen Zweiteilern abgesehen â einem separaten Geheimnis, Konflikt oder RĂ€tsel widmet und an deren Ende der Status quo ante wiederhergestellt wird.cite-ref-51[51]cite-ref-ordway3-52-0[52]cite-ref-ordway6-53-0[53] Angesichts des zunehmend von episoden- und staffelĂŒbergreifenden Handlungsbögen geprĂ€gten ErzĂ€hlstils kamen manche Autoren zu der Ăberzeugung, dass die Science-Fiction-Fernsehserie Babylon 5 fĂŒr die Drehbuchautoren und Produzenten von Deep Space Nine ein Vorbild gewesen sei.cite-ref-54[54]cite-ref-55[55]
Inszenierung
Verglichen mit der Inszenierung der ersten beiden Staffeln und der von Das nĂ€chste Jahrhundert, die ĂŒberwiegend in hellen, pastellfarbenen Tönen erscheine, gebe es in Deep Space Nine ab der dritten Staffel, so Ordway (2003), mehr Schatten und Kontraste, die Farbgebung sei dunkler und die Bilder wirkten, passend zur Handlung, dĂŒsterer.cite-ref-ordway3-52-1[52] Wulff (2003) schrieb, dass sich Deep Space Nine, verglichen mit den VorgĂ€ngerserien und auch anspielend auf die in den höheren Staffeln gezeigten Raumschlachten, teilweise auf die Schauwerte und Wirkungsdramaturgien des Kinos verlege und die âDĂŒrftigkeitâ der klassischen Inszenierungsweisen aufgebe.cite-ref-56[56]
In den Szenen, in denen Benjamin Sisko als Abgesandter die Propheten trifft, wird der Himmelstempel, entsprechend der Beschreibung von Sennewald (2007), als weiĂe Lichtebene dargestellt oder als mit goldenem, diffusem Licht ĂŒberstrahlter Raum. Durch die Lichteffekte wĂŒrden eine unwirkliche AtmosphĂ€re geschaffen und die Szenen magisch und religiös aufgeladen. Das ĂŒberirdische Licht verdeutliche Siskos religiöse Funktion des Mittlers zwischen Propheten und Humanoiden.cite-ref-57[57]
Die in der Episode Der Besuch (The Visitor, Staffel 4) verwendeten Techniken RĂŒckblenden und Voice-over gingen auf die Absicht von Ira Steven Behr zurĂŒck, in der vierten Staffel vermehrt alternative ErzĂ€hlformen auszuprobieren.cite-ref-58[58] Zu den filmischen Mitteln gehören auch â wie etwa in der Episode Badda-Bing, Badda-Bang (Staffel 7) â gelegentlich eingesetzte Zeitlupenszenen. RĂŒckblenden auf bereits gezeigte Szenen gibt es in nennenswertem Umfang nur in der finalen Episode Das, was du zurĂŒcklĂ€sst â Teil 2 (What You Leave Behind (2)).
Entstehungsgeschichte
Das Budget fĂŒr den Pilotfilm betrug 12 Millionen US-Dollar und war damals das höchste unter Pilotfilmen dramatischer Fernsehserien.cite-ref-59[59] FĂŒr die erste Staffel betrug es je nach Quelle zwischen 32 und 40 Millionen US-Dollar,cite-ref-60[60] mit Beginn der dritten Staffel wurde es erhöht.cite-ref-61[61] Die Zeitschrift Space View nannte 1997 den finanziellen Aufwand, der fĂŒr die Serie betrieben wird, als mit keiner anderen zeitgemĂ€Ăen Science-Fiction-Serie vergleichbar.cite-ref-spaceview1997-6-50-62-0[62]
ZusÀtzlich zu den Schauspielern waren pro Episode durchschnittlich 170 Personen an der Produktion beteiligt.cite-ref-63[63]
Idee und Konzept
Die Fernsehserie Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert hatte sich 1991 fĂŒr das Filmstudio Paramount Pictures zu einem groĂen finanziellen Erfolg entwickelt. Da das Studio die Gefahren kreativen Ausbrennens, ansteigender Produktionskosten und sinkender Einnahmen sah, beschloss es die Entwicklung einer weiteren, im Star-Trek-Universum angesiedelten Fernsehserie. Von Bedeutung war dabei auch die Möglichkeit, unter anderem BĂŒhnenbilder, Requisiten und KostĂŒme kostensparend wiederverwenden zu können.cite-ref-64[64] Die Ăberlegungen des Studios beinhalteten die Ideen einer vom klingonischen Imperium handelnden sowie einer auf einem kolonisierten Planeten spielenden Serie, die beide wegen zu hoch empfundener Kosten wieder verworfen wurden. George Takei, Darsteller des Hikaru Sulu in Raumschiff Enterprise, warb fĂŒr eine von seiner Figur handelnde Serie, jedoch erfolglos, da Paramount darauf bestand, die Serie in derselben Zeitperiode wie Das nĂ€chste Jahrhundert spielen zu lassen. Man zog auch eine Raumstation als Haupthandlungsort in ErwĂ€gung, Ă€hnlich den Sternenbasen, die bereits in Raumschiff Enterprise und den Star-Trek-Kinofilmen vorkamen. Das Studio schĂ€tzte das mit einer Raumstation verbundene dramatische Potential als besonders hoch ein und versprach sich davon mehr Konfliktreichtum, als es ein Raumschiff erlaube.cite-ref-65[65] Brandon Tartikoff, Vorsitzender von Paramount Pictures, konkretisierte die Idee und beschrieb sie als eine Art von âRifleman im Allâ, bezugnehmend auf die Hauptfigur der Westernserie Westlich von Santa FĂ©. Das bedeutet, der Schauplatz sollte ein Ort in direkter NĂ€he der Grenze zu einem unerforschten Gebiet sein. Tartikoff trug die Idee an Rick Berman heran, den Executive Producer von Das nĂ€chste Jahrhundert. Zusammen mit dem leitenden Drehbuchautor Michael Piller gestaltete Berman das Konzept weiter aus. Berman und Piller beabsichtigten, durch das Element des Stillstehens einen tieferen, nĂ€heren Einblick in die Vereinigte Föderation der Planeten und das Star-Trek-Universum zu geben, als es in den VorgĂ€ngerserien der Fall war. Um die Konflikte unter den Charakteren nicht â wie noch in Das nĂ€chste Jahrhundert â von auĂen in die Geschichten zu bringen, entschieden sie sich dafĂŒr, auch Figuren aufzunehmen, die nicht der Sternenflotte angehören, sodass Konflikte von Sternenflottenangehörigen sowohl untereinander als auch mit anderen Figuren ermöglicht wĂŒrden.cite-ref-66[66]
Bereits 1989 versuchte der Autor und Produzent J. Michael Straczynski ohne Erfolg, sein detailliertes Konzept fĂŒr die ebenfalls auf einer Raumstation spielende Science-Fiction-Fernsehserie Babylon 5 an Paramount Pictures zu verkaufen. Kurz nachdem schlieĂlich Warner Bros. zugesagt hatte, Babylon 5 zu produzieren, gab Paramount die Produktion von Deep Space Nine bekannt, die Fernsehausstrahlung der neuen Star-Trek-Serie begann sieben Wochen vor der von Babylon 5. FĂŒr Straczynski stand fest, dass die Entwicklung von Deep Space Nine durch Babylon 5 beeinflusst worden sein mĂŒsse. In einem Internet-Forum Ă€uĂerte er 1996 einen entsprechenden Verdacht.cite-ref-67[67] Straczynski gab sich 2001 in einem Usenet-Eintrag davon ĂŒberzeugt, dass die Paramount-Chefs âwanted to co-opt what we were doing with B5â (deutsch: âdas, was wir gerade mit B5 machten, kooptieren wolltenâ).cite-ref-68[68] In einem 2011 veröffentlichten Interview sagte Rick Berman, dass die Implikation, Piller und er hĂ€tten Straczynskis Idee ganz oder teilweise gestohlen, komplett unwahr sei und dass er, Piller und Tartikoff Deep Space Nine völlig ohne Kenntnis von Straczynskis Serienkonzept erschaffen hĂ€tten.cite-ref-69[69]
DrehbĂŒcher und Stoffentwicklung
Anstelle der Jadzia Dax war zunĂ€chst eine andere Figur vorgesehen, die von einem Planeten mit geringer Gravitation stammt und deswegen auf einen Rollstuhl mit Antrieb angewiesen ist. Aus KostengrĂŒnden wurde diese Idee wieder verworfen, aber fĂŒr eine Nebenfigur in der Episode Das âMeloraâ-Problem (Melora, Staffel 2) adaptiert.cite-ref-moviestar1994s12-70-0[70] Vorbild fĂŒr den Namen von Morn, dem Stammgast in Quarks Bar, den der Zuschauer â mit einer Ausnahme in der deutschen Synchronfassung â nie sprechen hört, war die Figur Norm aus der Sitcom Cheers.cite-ref-71[71] Vorbild fĂŒr die in den Staffeln 6 und 7 wiederkehrende Rolle des SĂ€ngers Vic Fontaine war Frank Sinatra.cite-ref-72[72] Der cardassianische Geheimdienst Obsidian Order, in der deutschen Synchronisation zunĂ€chst als Obsidianisches Kommando und spĂ€ter als Obsidianischer Orden bezeichnet, sollte ursprĂŒnglich Gray Order heiĂen. Die Drehbuchautoren Ă€nderten den Namen aber, um eine Ăhnlichkeit mit der Regierungsorganisation Gray Council (Grauer Rat) aus Babylon 5 zu vermeiden.cite-ref-73[73]
Einige der fĂŒr Das nĂ€chste Jahrhundert entstandenen, aber dort nie verfilmten DrehbĂŒcher wurden fĂŒr Episoden von Deep Space Nine adaptiert.cite-ref-74[74] Auch Manuskripte wurden adaptiert, dabei jedoch intensiv umgearbeitet.cite-ref-robbunmade-75-0[75] Dazu gehört auch die Idee fĂŒr die Rahmenhandlung der dreiteiligen Fortsetzungsgeschichte am Beginn der zweiten Staffel.cite-ref-76[76] Im Gegensatz zu Das nĂ€chste Jahrhundert entstanden fĂŒr Deep Space Nine weitaus weniger, letztlich nicht verfilmte, Geschichten und Manuskripte. Ein möglicher Grund dafĂŒr sei laut Robb (2012) ein Mangel an neuen Ideen, nachdem viele davon bereits fĂŒr die Mutterserie adaptiert oder durchgespielt worden waren.cite-ref-robbunmade-75-1[75] FĂŒr etliche Geschichten und DrehbĂŒcher dienten den Autoren, zu denen im Gegensatz zu den meisten anderen damals produzierten Fernsehserien auch freie Autoren gehörten,cite-ref-77[77] darĂŒber hinaus Romane und Spielfilme unterschiedlicher Genres und ĂŒberwiegend US-amerikanischen Ursprungs als Inspirationsquelle oder Vorlage. Dazu gehören Casablanca, Die sieben Samurai, Restoration â Zeit der Sinnlichkeit, Die Elenden, Gesprengte Ketten, Um Haaresbreite, Der Lohn der Mutigen, Rio Grande, Die phantastische Reise und Catch-22 â Der böse Trick.cite-ref-78[78] Auch TheaterstĂŒcke wurden fĂŒr Episoden verwertet, darunter Ein Sommernachtstraum und Warten auf Godot.cite-ref-79[79] Als Inspirationsquelle fĂŒr andere Episoden dienten, wie auch in anderen Star-Trek-Serien, Ereignisse im 20. Jahrhundert.cite-ref-80[80] Ein Beispiel ist die zweiteilige Episode Der Maquis (The Maquis) der zweiten Staffel, die ĂŒberwiegend auf Ereignissen des Nahostkonflikts basiert.cite-ref-81[81] Im April 1994 erstausgestrahlt, diente sie dazu, die Widerstandsgruppe Maquis, die bereits wenige Wochen zuvor in Das nĂ€chste Jahrhundert eingefĂŒhrt worden war, nĂ€her zu charakterisieren und so beim Zuschauer das VerstĂ€ndnis der Handlung der im Januar 1995 gestarteten Spin-off-Serie Star Trek: Raumschiff Voyager zu fördern.cite-ref-82[82]
Drehbuchautor Ira Steven Behr war in der dritten Staffel von Das nĂ€chste Jahrhundert als Autor und Produzent tĂ€tig. Mit dieser Arbeit war er aber unzufrieden, vor allem war ihm die Handlung zu konfliktarm und er störte sich an den technischen Lösungen fĂŒr eine Menge von Problemen.cite-ref-83[83] In Deep Space Nine wurde er durch den Abgang Michael Pillers, der sich â ebenso wie Rick Berman â fortan der Entwicklung von Raumschiff Voyager widmete, nach der zweiten Staffel Showrunner und Executive Producer. Dadurch gewannen Behr und Ronald D. Moore mehr Einfluss und konnten die Dominion-Handlung, die ursprĂŒnglich nur in einer Handvoll Episoden der dritten Staffel thematisiert werden sollte,cite-ref-84[84] zu dem zentralen Handlungsbogen der Serie ausbauen.cite-ref-imdbtrivia-85-0[85] Als Inspirationsquelle fĂŒr das Dominion diente den Autoren die Foundation-Trilogie des Science-Fiction-Schriftstellers Isaac Asimov, die zu dem von ihm geschaffenen Foundation-Zyklus gehört.cite-ref-86[86] Zusammen mit Robert Hewitt Wolfe und Hans Beimler verfasste Behr die DrehbĂŒcher fĂŒr die meisten Dominion-zentrierten Episoden. Von Behr stammt auch ein GroĂteil der Ferengi-zentrierten Episoden. Die Drehbuchautoren bauten die Rahmenhandlung laufend aus; sie war â im Gegensatz etwa zu Babylon 5 â nicht von Anfang an festgelegt.cite-ref-js05-50-1[50] Nach dem Produktionsende von Das nĂ€chste Jahrhundert 1994 wechselten einige bisher dort tĂ€tige Stabsmitglieder zum Produktionsteam von Deep Space Nine. Dazu gehörte auch der Drehbuchautor RenĂ© Echevarria.cite-ref-erdm158f-87-0[87]
Etliche Veröffentlichungen geben an, dass die Entscheidung der Autoren, zu Beginn der dritten Staffel das Kriegsraumschiff Defiant in die Handlung einzufĂŒhren, zum Steigern der Einschaltquoten gedient habe.cite-ref-88[88] Diese Darstellung verneinte Wolfe jedoch ausdrĂŒcklich und sagte, dass die Entscheidung zur Verbesserung der Serie gedient habe. Beabsichtigt war, mehr Mannschaftsmitglieder als zuvor auf Reisen in entfernte Gegenden des Alls schicken zu können und die Station besser gegen das neu eingefĂŒhrte Dominion verteidigen zu können.cite-ref-erdm158f-87-1[87]
Vom Filmstudio Paramount kam 1995 der Wunsch an die Produzenten und Drehbuchautoren, die Serie so zu ĂŒberarbeiten, dass das Interesse der Zuschauer gesteigert wird. Sie entschieden sich dafĂŒr, mit Beginn der vierten Staffel die dem Zuschauer bereits aus den vorherigen Star-Trek-Produktionen bekannten Klingonen in die Handlung zu integrieren, nunmehr als Feinde der Föderation. AuĂerdem brachten sie die aus Das nĂ€chste Jahrhundert bekannte Figur Worf als zusĂ€tzliche Hauptrolle in die Serie ein.cite-ref-89[89] Zu den weiteren MaĂnahmen, um dem Wunsch von Paramount nachzukommen, gehörten die Ănderung der Frisur des Darstellers Avery Brooks, die nun mehr Entschlossenheit signalisieren sollte, und die Ăberarbeitung des Vorspanns, der die Raumstation fortan zusammen mit der Defiant und mit umfangreicherer Ă€uĂerer AktivitĂ€t zeigt. Um den Zuschauer in die Neuerungen einzufĂŒhren, wurde Der Weg des Kriegers (The Way of the Warrior) als Pilotfilm zur vierten Staffel geschaffen,cite-ref-erdm257-90-0[90] der aufgrund der Neuerungen auch als zweiter Pilotfilm der Serie bezeichnet wird.cite-ref-91[91] UrsprĂŒnglich planten die Drehbuchautoren, mit der aus den Episoden Die Front (Homefront) und Das verlorene Paradies (Paradise Lost) bestehenden Fortsetzungsgeschichte die dritte Staffel als Cliffhanger zu beenden und die vierte Staffel zu beginnen. Die Geschichte wurde aber, auch wegen der Neuerungen zum Beginn der vierten Staffel, zweimal verschoben und letztlich in deren Mitte umgesetzt.cite-ref-92[92]
Die sechste Staffel beginnt mit sechs Episoden, in denen das Dominion die Raumstation besetzt und sich im Krieg mit der Föderationsallianz befindet. Diese Episoden konzipierten die Drehbuchautoren als einen zusammenhĂ€ngenden Handlungsbogen. Sie beabsichtigten damit, der KomplexitĂ€t der Dominion-Handlung besser gerecht zu werden, und empfanden ein serialisiertes Serienformat, bei dem die Episoden stĂ€rker miteinander verknĂŒpft sind, fĂŒr die Vielzahl an wiederkehrenden Nebendarstellern als passender als das bisherige, episodische Format mit ĂŒberwiegend abgeschlossenen Episoden. Der Entstehungsprozess dieser Episoden war, verglichen sowohl mit den vorherigen Staffeln als auch den vorherigen Star-Trek-Serien, von wesentlich mehr Interaktion unter den Drehbuchautoren geprĂ€gt.cite-ref-93[93] Um die Serienhandlung abzuschlieĂen und die Vielzahl an HandlungsstrĂ€ngen zu einem Ende zu fĂŒhren, wurden â die finale Doppelepisode berĂŒcksichtigt â die letzten zehn Episoden der siebten Staffel ebenfalls als ein zusammenhĂ€ngender Handlungsbogen konzipiert.cite-ref-eb591-94-0[94] Da Paramount verlangte, die finale Episode solle sich nicht um Krieg drehen, lieĂen die Autoren die Kriegshandlung bereits in der vorletzten Episode enden.cite-ref-eb591-94-1[94]
Besetzung und deutsche Synchronfassung
Beim Casting kamen fĂŒr die Rolle des Benjamin Sisko etliche afroamerikanische Schauspieler in die engere Wahl. Dazu gehören Tony Todd, Michael Clarke Duncan, Eriq La Salle, James Earl Jones und Carl Weathers.cite-ref-imdbtrivia-85-1[85]cite-ref-95[95] Avery Brooks erhielt die Rolle schlieĂlich und spielte als einziger Darsteller in allen 176 Episoden mit.cite-ref-tvcom-ep176-96-0[96] Alle anderen Hauptdarsteller spielten â trotz Nennung im Vorspann â in einigen Episoden nicht mit, fĂŒr Cirroc Lofton gilt dies sogar fĂŒr mehr als die HĂ€lfte aller Episoden.cite-ref-97[97]
Mehrere Darsteller setzten ihre bereits in Das nĂ€chste Jahrhundert gespielten Rollen fort. Dazu gehören Colm Meaney als Miles OâBrien, Michael Dorn als Worf, Rosalind Chao als Keiko OâBrien, Robert OâReilly als Gowron und â im Pilotfilm â Patrick Stewart als Jean-Luc Picard. Michelle Forbes war ebenfalls dafĂŒr vorgesehen, ihre Rolle der Ro Laren wieder aufzunehmen, dieses Mal aber als Hauptfigur. Forbes lehnte jedoch ab, sodass fĂŒr Nana Visitor die Rolle der Kira Nerys in enger Anlehnung an die der Ro Laren geschaffen wurde.cite-ref-98[98] FĂŒr die Rolle der Jadzia Dax war zunĂ€chst Famke Janssen vorgesehen, die aber ebenfalls ablehnte. Die Rolle wurde schlieĂlich mit Terry Farrell besetzt, und zwar erst, als die Dreharbeiten zum Pilotfilm bereits im Gange waren.cite-ref-99[99] Farrell verlĂ€ngerte ihren mit der sechsten Staffel auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht und wurde durch Nicole de Boer ersetzt, die in der siebten Staffel die Figur Ezri Dax verkörperte. Armin Shimerman, Max GrodĂ©nchik und Marc Alaimo gehören ebenfalls zu den Schauspielern, die bereits in Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert mitwirkten. Alle drei waren dabei bereits als Ferengicite-ref-100[100] bzw. Cardassianercite-ref-101[101] zu sehen, allerdings teilweise in anderen Rollen. Die von Ken Marshall gespielte Rolle des Michael Eddington wurde in der dritten Staffel zu dem Zweck eingefĂŒhrt, Colm Meaney zu ersetzen, falls dieser wegen anderweitiger SchauspieltĂ€tigkeit nicht mehr zur VerfĂŒgung stehen sollte.cite-ref-erdm160-102-0[102] FĂŒr die von James Darren gespielte Rolle des SĂ€ngers Vic Fontaine waren ursprĂŒnglich die SĂ€nger Frank Sinatra junior und Steve Lawrence vorgesehen.cite-ref-103[103] Jeffrey Combs spielte, nachdem er in einer Episode der dritten Staffel bereits die Gastrolle des Tiron verkörperte, in spĂ€teren Staffeln die wiederkehrenden Rollen sowohl von Weyoun als auch von Brunt.
Die deutsche Synchronfassung stellte die Firma Arena Synchron in Berlin her. Das Dialogbuch fĂŒr den Pilotfilm verfasste Ulrich Johannson, fĂŒr alle anderen Episoden Boris Tessmann, der auch Dialogregisseur war.cite-ref-synchronkartei-104-0[104]
Szenenbild, KostĂŒmdesign und Masken
Das 1992 veranschlagte Budget fĂŒr die Sets betrug 4 Millionen US-Dollar.cite-ref-107[107] Die Form der Raumstation basierte auf einem Gyroskop.cite-ref-imdbtrivia-85-3[85] Es kamen mindestens vier verschiedene, vom Szenenbildner Herman F. Zimmerman entworfene Modelle der Raumstation zum Einsatz; sie waren bis zu 2 Meter groĂ und wurden abhĂ€ngig von der Kameraperspektive und der Szene eingesetzt.cite-ref-moviestar1994s56-108-0[108]cite-ref-breit14-109-0[109] Um die Station möglichst groĂ wirken zu lassen, wurde sie mit Weitwinkelobjektiven gefilmt.cite-ref-moviestar1994s56-108-1[108] Als Vorbilder fĂŒr die Lichtgebung des StationsĂ€uĂeren dienten Fotos von Space Shuttles der NASA.cite-ref-110[110] Die Kulissen des Promenadendecks der Raumstation wurden zu Beginn der zweiten Staffel erweitert, um mehr Platz zur VerfĂŒgung zu haben, und mit der Absicht umgestaltet, es belebter und geschĂ€ftiger wirken zu lassen.cite-ref-111[111]cite-ref-112[112] Eines der fĂŒr das Raumschiff Defiant eingesetzten Modelle maĂ etwa 1,20 Meter.cite-ref-113[113] Das Set der Defiant-BrĂŒcke wurde nach Produktionsende in Star Trek: Raumschiff Voyager und Enterprise fĂŒr andere Raumschiffe wiederverwendet.cite-ref-imdbtrivia-85-4[85]
Mitunter wurden KostĂŒme und Kulissen aus Das nĂ€chste Jahrhundert und Raumschiff Voyager sowie den Filmen Der erste Kontakt und Der Aufstand wiederverwendet.cite-ref-114[114] FĂŒr das KostĂŒmdesign war ĂŒberwiegend Robert Blackman zustĂ€ndig. Viele der fĂŒr Schurkenrollen gefertigten KostĂŒme, darunter die schwarze Lederkleidung der Sektion-31-Agenten, entstanden inspiriert durch das Aussehen von SS- und Gestapo-Mitgliedern und anderer Nationalsozialisten.cite-ref-115[115]
Weil René Auberjonois, Darsteller des Formwandlers Odo, erst so spÀt engagiert wurde, dass seine Maske nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte, wurde die Maske im Laufe der ersten Staffel mehrfach angepasst.cite-ref-moviestar1994s56-108-2[108] Die Sprechrollen anderer in der Serie auftauchender Formwandler erhielten differenziert ausgestaltete Teilmasken, Darsteller ohne Sprechrollen dagegen Ganzkopfmasken aus Latex.cite-ref-116[116]
Dreharbeiten
Um die dĂŒstere AtmosphĂ€re der Raumstation zu betonen, wurde oft ungefiltertes Licht eingesetzt, wodurch die Sets besonders dunkel wirken.cite-ref-breit14-109-1[109] Bei der Beleuchtung der Sets kamen speziell gestaltete Decken und darĂŒber installierte Spiegel zum Einsatz. Durch die Anpassung der Beleuchtung und die VerĂ€nderung der Raumausstattung wurden dieselben Sets fĂŒr die Quartiere unterschiedlicher Besatzungsmitglieder verwendet.cite-ref-120[120] In den ersten beiden Staffeln wurden hĂ€ufig Kameralinsen benutzt, die die Charaktere von ihrer Umgebung isolierten. Dies Ă€nderte man mit Beginn der dritten Staffel, um mehr Informationen ĂŒber den Bildschirm vermitteln zu können.cite-ref-121[121]
Ăber den Serienverlauf hinweg kamen insgesamt 34 Regisseure zum Einsatz, darunter einige, die auch in anderen Star-Trek-Serien Regie fĂŒhrten, und einige der Hauptdarsteller. Die aktivsten Regisseure waren David Livingston (17 Episoden), Les Landau (14), Winrich Kolbe (13), Allan Kroeker (13) und LeVar Burton (10) (siehe Hauptartikel: Liste der Star-Trek-Regisseure). Executive Producer Ira Steven Behr entschied, mit Beginn der fĂŒnften Staffel neue, in der Serie bislang noch nicht verwendete Regisseure mit dem Ziel einzusetzen, das Interesse der Zuschauer wach zu halten. Dazu gehörten neben Kroeker Victor Lobl, John Kretchmer, JesĂșs Salvador Treviño, Gabrielle Beaumont und Michael Vejar.cite-ref-122[122] Als Kameramann kamen Jonathan West (118 Episoden), Marvin V. Rush (45) und Kris Krosskove (20) zum Einsatz.cite-ref-imdbcrew-2-1[2]
In der finalen Episode waren auch das Drehbuchautorenteam und einige unkostĂŒmierte Darsteller normalerweise nur mit Maske auftretender Figuren zu sehen.cite-ref-tvcom-ep176-96-1[96]
Spezial- und visuelle Effekte
Zu Serienbeginn entstand ein GroĂteil der AuĂenaufnahmen von Raumschiffen und -stationen unter Einsatz der Motion-Control-Fotografie. Im Serienverlauf ging man zunehmend dazu ĂŒber, Raumschiff- und Weltallszenen mit der CGI-Technik zu produzieren, sodass in den letzten beiden Staffeln beinahe alle dieser Szenen unter Verwendung von CGI entstanden. GrĂŒnde fĂŒr den zunehmenden CGI-Einsatz waren eine besser werdende QualitĂ€t und abnehmende finanzielle AufwĂ€nde. Die Verwendbarkeit von CGI war wesentlicher Grund dafĂŒr, dass im Rahmen des Dominion-Krieges Flotten aus mehreren Dutzend Raumschiffen gezeigt werden konnten.cite-ref-erdm674-123-0[123]cite-ref-imdbeffects-124-0[124]
Die verhĂ€ltnismĂ€Ăig wenigen in den ersten fĂŒnf Staffeln enthaltenen CGI-Effekte, darunter die Morphing-Szenen Odos, produzierte die Firma VisionArt. Die CGI-Aufnahmen von Raumschiffen, dreidimensionalen Effekten, Raumschlachten und AuĂerirdischen in den Staffeln 6 bis 7 stammen von den Firmen Foundation Imaging, die zuvor durch Paramount von Babylon 5 abgeworben wurde,cite-ref-125[125] und Digital Muse. FĂŒr die Herstellung der CGI-Aufnahmen kam ĂŒberwiegend die Software LightWave 3D zum Einsatz. An den Spezialeffekten, darunter der Generierung des Wurmlochs, war auch die Firma Rhythm & Hues beteiligt.cite-ref-erdm674-123-1[123]cite-ref-imdbeffects-124-1[124] Beispielsweise fĂŒr Landschaftsbilder von Planeten wurden Matte Paintings angefertigt, woran auch die Firma Illusion Arts beteiligt war.cite-ref-126[126] Manche der ursprĂŒnglich vorgesehenen Spezialeffekte konnten infolge von BudgetkĂŒrzungen zugunsten anderer Episoden nur eingeschrĂ€nkt umgesetzt werden, darunter in den Episoden Die Front (Homefront) und Das verlorene Paradies (Paradise Lost, beide Staffel 4).cite-ref-127[127]
Wie bei Das nĂ€chste Jahrhundert wurden die optischen Effekte nicht auf Negativfilm aufgenommen, sondern mit dem Ziel einer Zeit- und Kostenersparnis auf Video (siehe Hauptartikel: Raumschiff Enterprise â Das nĂ€chste Jahrhundert).cite-ref-128[128]
AnlĂ€sslich des 30-jĂ€hrigen Star-Trek-JubilĂ€ums wurde fĂŒr die fĂŒnfte Staffel die Episode Immer die Last mit den Tribbles produziert. Darin wurden in wiederverwendeten Szenen aus Raumschiff-Enterprise-Episoden Deep Space Nine-Figuren mittels digitaler Bildbearbeitung eingefĂŒgt (siehe Hauptartikel: Staffel 5).cite-ref-129[129]
Vertonung
Der Soundtrack jeder Episode besteht aus bis zu 30 verschiedenen, individuellen Aufnahmen. Dazu gehören neben der Musik und den Dialogen der Darsteller Stimmen aus dem Off, darunter Computerstimmen, und GerĂ€usche etwa von Tricordern, Phasern und sich öffnenden und schlieĂenden TĂŒren.cite-ref-music-130-0[130] Der Soundtrack jeder auf Deep Space Nine spielenden Szene beinhaltet Borduns â unterschwellige, tiefe Töne â, mit denen dem Zuschauer der Eindruck vermitteln werden soll, die Charaktere seien Teil einer in Betrieb befindlichen Maschine.cite-ref-131[131] FĂŒr die Abmischung der akustischen Elemente und das Automatic Dialogue Recording war die in Hollywood ansĂ€ssige Firma Modern Sound verantwortlich.cite-ref-music-130-1[130] Im Rahmen der Vertonung der Episoden kam auch eine Digital Audio Workstation von Sonic Solutions zum Einsatz.cite-ref-132[132]
FĂŒr den GroĂteil der Episoden komponierten Dennis McCarthy und Jay Chattaway die Musik. Bei den anderen Komponisten handelt es sich um David Bell, Paul Baillargeon, Gregory Darryl Smith und John Debney.cite-ref-imdbcrew-2-2[2] Bei den meisten der vom Fontaine-Darsteller James Darren in den letzten beiden Staffeln gesungenen Lieder handelt es sich um Interpretationen und Coverversionen von Songs bekannter SĂ€nger, darunter vor allem Frank Sinatras. Zu den StĂŒcken gehören unter anderen That Old Black Magic, Itâs Only a Paper Moon, Sophisticated Lady, Iâve Got You Under My Skin, The Way You Look Tonight und Night and Day.
Dennis McCarthy komponierte auch die Titelmelodie. An seiner Stelle war ursprĂŒnglich Jerry Goldsmith vorgesehen, der wegen Zeitmangels aber absagte.cite-ref-133[133] McCarthy ĂŒberarbeitete die Titelmelodie im Zuge der visuellen Umgestaltung des Vorspanns mit Beginn der vierten Staffel.cite-ref-erdm257-90-1[90]
Fernsehausstrahlung
Siehe auch
:
Star Trek: Deep Space Nine/Episodenliste
Die Serie wurde â wie auch die anderen Star-Trek-Produktionen â fĂŒr andere Sprachen synchronisiert und in zahlreichen LĂ€ndern ausgestrahlt.cite-ref-134[134]
Vereinigte Staaten
Die Erstausstrahlung von Deep Space Nine startete in den USA am 2. Januar 1993. Sie erfolgte im wöchentlichen Rhythmus und syndiziert, das heiĂt nicht durch ein bestimmtes Fernseh-Network, sondern durch regionale Fernsehstationen. Der Pilotfilm wurde mit etwa 12 Millionen Zuschauerncite-ref-robb272-136-0[136] beziehungsweise 18,8 Prozent Marktanteil zur bis dahin meistgesehenen Premierenepisode syndiziert ausgestrahlter Fernsehserien. Die erste Staffel erreichte durchschnittlich 8,7 Millionen Haushalte.cite-ref-137[137] Werberelevante Zielgruppe waren junge, mĂ€nnliche Zuschauer.cite-ref-erdm157f-138-0[138] Die Einschaltquoten der dritten Staffel lagen etwa 20 Prozent ĂŒber denen der damals stĂ€rksten Konkurrenzserie Baywatch.cite-ref-erdm160-102-1[102] Bis zur finalen Staffel sank die Anzahl regelmĂ€Ăiger Zuschauer auf durchschnittlich 4,5 Millionen.cite-ref-robb272-136-1[136] Zumindest ab der vierten Staffel wirkte sich die zunehmende Konkurrenz von anderen phantastischen Fernsehserien wie Hercules und Xena mindernd auf die Einschaltquoten von Deep Space Nine aus; auch deswegen erreichte die Serie nicht annĂ€hernd so hohe Einschaltquoten wie das ebenfalls syndiziert ausgestrahlte Das nĂ€chste Jahrhundert.cite-ref-139[139]
Deutschsprachige LĂ€nder
Deep Space Nine war die erste Star-Trek-Serie, die in Deutschland unter dem Original-Serientitel lief. In den deutschsprachigen LĂ€ndern wurde Deep Space Nine beginnend im Januar 1994 durch Sat.1 erstausgestrahlt. Bis zu dem Zeitpunkt war die Erstausstrahlung von Das nĂ€chste Jahrhundert erst bis zur Mitte der vierten Staffel fortgeschritten, weshalb die deutschen Zuschauer die Handlungselemente, auf denen Deep Space Nine aufbaut, noch nicht zu sehen bekommen hatten. Der Pilotfilm lief im Abendprogramm des 28. Januars 1994 erstmals und wurde in Deutschland von etwa 4,4 Millionen Zuschauern gesehen. Die weiteren Episoden der ersten Staffel liefen im Winter und FrĂŒhjahr 1994 in wöchentlichem Rhythmus am Sonntagnachmittag mit einer Reichweite von durchschnittlich 1,7 Millionen Zuschauern, wobei nur die ersten drei Episoden mehr als 2 Millionen Zuschauer hatten. Die zweite Staffel lief im SpĂ€tsommer bzw. Herbst 1994 montags bis freitags (fĂŒnfmal pro Woche). Die dritte und vierte Staffel sendete Sat.1 1996 montags bis samstags (sechsmal pro Woche). Der Ausstrahlungsrhythmus wurde fĂŒr die erst 1998 erstausgestrahlte fĂŒnfte Staffel beibehalten. Die fĂŒr das Star-Trek-JubilĂ€um entstandene Episode Immer die Last mit den Tribbles (Trials and Tribble-ations) lief aber bereits im Dezember 1997 erstmals. Die Staffeln 2 bis 5 erreichten bei ihrer Erstausstrahlung durchschnittlich zwischen 1 und 1,5 Millionen Zuschauer. Der ĂŒberwiegende Teil der Staffeln 6 und 7 wurde 1998 bis 2000 samstags von 16 bis 17 Uhr gezeigt, allerdings mit Ausnahme von Bayern, wo zu der Zeit ein Fensterprogramm gesendet wurde. In Bayern waren die Episoden dieser beiden Staffeln â von wenigen Ausnahmen abgesehen â nur in der nĂ€chtlichen Wiederholung zu sehen. Die Zuschauerzahlen sanken auf durchschnittlich etwas unter eine Million pro Episode. Bei Wiederholungen der ersten sechs Staffeln auf Sat.1 in den 1990er Jahren erreichten manche Episoden noch höhere Einschaltquoten als bei ihrer Erstausstrahlung.cite-ref-gfk-140-0[140]
Andere Veröffentlichungsformen
Heimkino-Veröffentlichung
In den USA begann Paramount 1996 mit der Veröffentlichung der Episoden auf Videokassetten, brach sie 2002 nach der fĂŒnften Staffel aber wieder ab. Von 1996 bis 1999 wurden die ersten 60 Episoden zudem auf Laserdisc veröffentlicht.
FĂŒr den deutschen Markt erschienen alle sieben Staffeln zwischen 1995 und 2002 deutsch synchronisiert auf VHS. Dabei veröffentlichte CIC zumeist jeden Monat eine neue Kassette mit zwei Episoden. Die zweite HĂ€lfte der zweiten Staffel wurde erst nach der vierten Staffel veröffentlicht, die dritte Staffel erst nach der siebten Staffel. Mit der Veröffentlichung der vierten Staffel begann CIC 1996 bereits vor deren deutscher Erstausstrahlung.
Alle sieben Staffeln wurden sowohl in den USA (Regionalcode 1) als auch in den deutschsprachigen LÀndern (Regionalcode 2) 2003 in mehrwöchigen AbstÀnden in DVD-Boxen veröffentlicht.
Die fĂŒr den deutschen Markt bestimmten Boxen werden von Paramount Home Entertainment vertrieben und enthalten Tonspuren in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Die in Hartplastik-Boxen erstveröffentlichten DVDs sind im Handel heute zu deutlich höheren Preisen als die spĂ€ter erschienenen Ausgaben erhĂ€ltlich. Alle Staffeln wurden im April 2009 neu veröffentlicht, nunmehr in 14 Boxen mit jeweils einer StaffelhĂ€lfte auf drei bzw. vier DVDs. Die erste HĂ€lfte der siebten Staffel ist von der FSK ab 16 Jahren freigegeben, alle anderen StaffelhĂ€lften ab 12 Jahren. Deep Space Nine erschien vollstĂ€ndig im Dezember 2012 in einer DVD-Komplettbox. Bei dieser Ausgabe berichtete ein Teil der KĂ€ufer ĂŒber Wiedergabeprobleme.
Die DVD-Ausgaben mit dem Regionalcode 2 sind europaweit inhaltsgleich. Um in GroĂbritannien eine Freigabe ab 18 Jahren durch die BBFC zu vermeiden, wurde fĂŒr die europĂ€ische DVD-Veröffentlichung das Bildmaterial der Episode Die AbtrĂŒnnigen gegenĂŒber der Originalfassung zensiert und leicht gekĂŒrzt; die Episode Söhne und Töchter wurde aus den gleichen GrĂŒnden um 26 Sekunden gekĂŒrzt. Das deutsche Free-TV strahlte diese Episoden jeweils ungeschnitten aus.cite-ref-141[141]cite-ref-142[142]
Die Serie ist zudem bei verschiedenen Video-on-Demand-Anbietern verfĂŒgbar, darunter Prime Video und Netflix.
Dokumentation
Ira Steven Behr hat mittels Crowdfunding Geld fĂŒr eine Dokumentation mit dem Titel What we left behind gesammelt. Der Titel nimmt Bezug auf die letzte Doppelepisode. An dieser Dokumentation waren auch Ronald D. Moore, RenĂš Echevarria und Robert Hewitt Wolfe beteiligt. Mit Ausnahme von Avery Brooks haben alle ehemaligen Hauptdarsteller an der Dokumentation teilgenommen. Es wurden ĂŒber 570.000 $ gesammelt. Dadurch war es möglich, die Dauer der Dokumentation auf 90 Minuten zu verlĂ€ngern und weitere Vorteile einzuarbeiten.cite-ref-143[143]cite-ref-144[144]
Soundtrack
Das Musiklabel GNP Crescendo Records veröffentlichte den Soundtrack zum Pilotfilm und die Titelmelodie 1993 auf zwei separaten Audio-CDs. Musik aus der Serie erschien auch in diversen Alben, die StĂŒcke von verschiedenen Star-Trek-Serien und -Filmen enthalten, zum Beispiel im Album Music from the Star Trek Saga (2013). 1999 erschien bei Concord Records das Album This Oneâs from the Heart mit 17 Songs, die James Darren fĂŒr seine Auftritte in den letzten beiden Staffeln aufgenommen hatte.
2013 erschien beim Label La-La Land Records die auf 3000 Exemplare limitierte CD-Box Star Trek: Deep Space Nine Collection, die auf vier CDs mit ĂŒber fĂŒnf Stunden Laufzeit eine Auswahl an episodenspezifischen Kompositionen und verschiedene Versionen der Titelmelodie enthĂ€lt.
Zum Beispiel bei Amazon.de gibt es den Soundtrack auch als MP3-Downloads. Die Partitur der Titelmelodie wird als Digitaldruck online zum Kauf angeboten, etwa durch sheetmusicplus.com. Zumindest die Titelmelodie wurde neben anderen Star-Trek-Kompositionen auch bei Konzerten aufgefĂŒhrt, so zum Beispiel 2008 in der Roy Thomson Hall in Toronto.cite-ref-145[145]
Themen, Deutungen und Motive
Politik, Terrorismus und Krieg
Mit dem Pilotfilm beabsichtigte Michael Piller, der Serie eine Aussage ĂŒber die Koexistenz und das Zusammenkommen der Menschen zu geben. DafĂŒr lieĂ er sich in Bezug auf den ausgeschlachteten, verwĂŒsteten Zustand der Raumstation von den Zerstörungen inspirieren, die bei den Unruhen in Los Angeles 1992 entstanden waren.cite-ref-146[146] Gregory (2000) war davon ĂŒberzeugt, dass die Beteiligung der Sternenflotte am Betrieb der Raumstation und ihre vermittelnde Rolle im Konflikt zwischen Bajoranern und Cardassianern dem Kurs der Vereinigten Staaten in zahlreichen politischen Situationen entspreche, die Sternenflotte werde insofern als âpeace-makersâ, als Friedensstifter, portrĂ€tiert.cite-ref-greg173f-147-0[147] Robb (2012) sah es Ă€hnlich und sprach ĂŒber die Stationsbesatzung von einer âUnited Nations-style peacekeeping crewâ, einer den Vereinten Nationen Ă€hnlichen, friedensbewahrenden Mannschaft.cite-ref-148[148] Mit dieser Ausgangskonstellation, so Geraghty (2009), bleibe die Serie klar der positiven Zukunftsvision treu, die die vorherigen Star-Trek-Serien prĂ€gte und bei der vor allem die Föderation als fortschrittlich, integer und optimistisch charakterisiert wurde.cite-ref-ger09-149-0[149]cite-ref-150[150] Dennoch weicht Deep Space Nine in mancher Hinsicht von dieser Botschaft ab. Das zeigt sich unter anderem in der BewĂ€ltigung der bajoranisch-cardassianischen Nachkriegszeit, einem im Serienverlauf wiederholt aufgegriffenen politischen Thema, und damit einhergehend an Kiras Anerkennung der HumanitĂ€t ihrer frĂŒheren cardassianischen UnterdrĂŒcker in der vierten Staffel. Laut Gregory (2000) stimme die Serie der Notwendigkeit zu, dass sich zur BewĂ€ltigung von Nachkriegskonflikten und, um wirklichen Frieden zu sichern, die bisherigen Einstellungen der beiden kontrahierenden Seiten verĂ€ndern mĂŒssten. In dieser Hinsicht reflektiere die Serie die gegenwĂ€rtige politische RealitĂ€t, etwa von Nordirland, SĂŒdafrika, Jugoslawien oder dem Libanon. Damit bewege sich die Serie zudem ĂŒber den idealistischen, aber vereinfachenden Linksliberalismus Gene Roddenberrys in den frĂŒheren Star-Trek-Produktionen hinaus.cite-ref-greg173f-147-1[147]
Es gibt Ăhnlichkeiten zwischen dem cardassianischen Imperium und Nazideutschland. Laut Nolton (2008) wĂŒrden sie deutlich an der Besatzung der Cardassianer ĂŒber Bajor und an den Arbeitslagern, in denen die Cardassianer bajoranische Gefangene, Ă€hnlich wie die Nationalsozialisten unter anderem jĂŒdische HĂ€ftlinge in Konzentrationslagern, Zwangsarbeit verrichten lieĂen.cite-ref-151[151] Dass die Autoren diese Parallelen beabsichtigten, zeigt sich deutlich an der Episode Der undurchschaubare Marritza (Duet, Staffel 1), in der von einem Holocaust die Rede ist und die inspiriert wurde durch den Spielfilm The Man in the Glass Booth (1975),cite-ref-152[152] welcher die Geschichte Adolf Eichmanns reflektiert. In Bezug auf die Parallelen nannte etwa Booker (2004) die Cardassianer auch âouter-space Nazisâ, âWeltraumnazisâ.cite-ref-153[153] Als eine Inspirationsquelle fĂŒr den cardassianischen Geheimdienst Obsidianischer Orden diente einem der Autoren die Gestapo. Carney (2013) verglich die Darstellung der Bajoraner mit dem Vichy-Regime und der französischen RĂ©sistance.cite-ref-carney2013-154-0[154] Produktionsdesigner Herman Zimmerman beschrieb Cardassia als MilitĂ€rstaat, bestehend aus zahlreichen, gegnerischen Interessensgruppen, und als spartanisch, kompromiss- und erbarmungslos. FĂŒr die Gestaltung der cardassianischen Architektur orientierte er sich am Roman 1984.cite-ref-155[155] Bezugnehmend auf die Parallelen zwischen dem Roman und Cardassia, interpretierte Hahlbohm (2003) Cardassia als einen totalitĂ€ren Ăberwachungsstaat, denn an den manchmal eingeblendeten Bildschirmen mit redenden Herrschern zeige sich deutlich die auf absolute Kontrolle ĂŒber seine BĂŒrger bedachte Grundhaltung des cardassianischen Imperiums.cite-ref-156[156]
Laut Putman (2013) reflektierten die terroristischen Aktionen des Maquis die in den USA zu Beginn der 1990er Jahre wachsende Gefahr von rechtem, inlĂ€ndischem Terrorismus, vor allem durch die Milizbewegung. Beispiele seien die Konflikte von Ruby Ridge 1992 und zwischen Davidianern und Beamten des Bureau of Alcohol, Tobacco and Firearms 1993. Die Maquis-Mitglieder Ă€hnelten den an solchen Konflikten beteiligten Extremisten. Diese hĂ€tten sich ebenfalls aufgegeben und bedroht gefĂŒhlt von einer expandierenden, machtvollen Regierung, die auf manche den Eindruck erweckt habe, die amerikanische UnabhĂ€ngigkeit zugunsten einer Neuen Weltordnung wie etwa den Vereinten Nationen aufzugeben. Passend dazu lieĂen sich die Drehbuchautoren fĂŒr die Handlung der Episode In eigener Sache (For the Cause, Staffel 4) durch die Reaktionen der US-amerikanischen Ăffentlichkeit auf den Bombenanschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City 1995 inspirieren, dem Höhepunkt der Gewalt durch die Milizbewegung.cite-ref-157[157]
Die in den Staffeln 3, 4 und 5 erzĂ€hlten und vom Dominion-Konflikt handelnden Geschichten sind geprĂ€gt durch das Element der Paranoia.cite-ref-158[158] Der Grund fĂŒr diese Paranoia liegt in der Angst der Föderation vor einer Infiltration durch die GrĂŒnder, die sich im Gegensatz zu Odo in perfekte Imitationen des menschlichen Körpers verwandeln können.cite-ref-ep83-84-23-1[23]cite-ref-159[159] Die MaĂnahmen, die die Föderation als Reaktion auf die Bedrohung durch das Dominion ergreift, etwa die Stationierung des Kriegsschiffes Defiant oder die AufrĂŒstung der Raumstation, werden vom Dominion seinerseits als Gefahr wahrgenommen, die es in der Folge etwa durch das BĂŒndnis mit Cardassia zu eliminieren versucht. Auch, weil es am Ende dieser Eskalation zu einem Krieg kommt, kann sie als klassisches Sicherheitsdilemma gelten.cite-ref-160[160] FĂŒr Raum-Deinzer et al. (2000) stand fest, dass etliche VerĂ€nderungen an der Rahmenhandlung der Staffeln 4 und 5 durch den Handlungsverlauf von Babylon 5 inspiriert worden seien, darunter das BĂŒndnis zwischen dem Dominion und den dabei erstarkenden Cardassianern, das an den Pakt zwischen Centauri und Schatten erinnere.cite-ref-161[161] Der Dominion-Krieg wurde als eine Nachbildung des Ersten Weltkrieges verstanden, was sich etwa an den kostspieligen MilitĂ€rbĂŒndnissen und den umfangreichen Opferlisten zeigt.cite-ref-162[162]
Der Dominion-Krieg stellt einen deutlichen Gegensatz zu Gene Roddenberrys Traum von einem friedvollen Universum dar, mit dem er die vorherigen Star-Trek-Serien zu prĂ€gen versuchte.cite-ref-163[163] Ein Beispiel fĂŒr diesen Gegensatz ist die Episode In fahlem Mondlicht (In The Pale Moonlight, Staffel 6), in der Sisko das Romulanische Imperium zum Kriegseintritt bewegt. FĂŒr Sisko, so Raum-Deinzer et al. (2000), heilige darin der Zweck die Mittel, Pragmatismus sei ihm kriegsbedingt wichtiger als moralische ErwĂ€gungen.cite-ref-164[164] Dass sich moralische Ideale im Krieg schwer aufrechterhalten lassen, wurde am Beispiel dieser Episode als zentrales Thema der Serie interpretiert.cite-ref-165[165]
Beispielhaft fĂŒr den Gegensatz zu Roddenberrys Traum ist zudem die Existenz des Sternenflottengeheimdienstes Sektion 31.cite-ref-rd158-166-0[166] Seine Absichten betreffs der EinfĂŒhrung der Sektion 31 erklĂ€rend, sagte Drehbuchautor Ira Steven Behr, dass die Erde im 24. Jahrhundert deshalb ein Paradies sei, weil es mit der Sektion 31 jemanden gebe, der darĂŒber wache und all die schmutzigen Dinge erledige, an die niemand zu denken bereit sei.cite-ref-167[167] Diesen Aspekt erkannte ein Artikel der Zeitschrift The Atlantic im Jahr 2013 als eine Gemeinsamkeit mit der NSA, die das streng geheime PRISM-Ăberwachungsprogramm betreibt. Ein Unterschied zwischen beiden Geheimdiensten sei aber, dass die NSA wenigstens durch den United States Foreign Intelligence Surveillance Court ĂŒberwacht wird, wĂ€hrend die Sektion 31 keiner Stelle gegenĂŒber verantwortlich ist.cite-ref-168[168] Raum-Deinzer et al. vermuteten in der EinfĂŒhrung der Geheimorganisation in die Handlung darĂŒber hinaus die Absicht der Autoren, auf der in den 1990er Jahren aufgekommenen Welle aus Mystery-Produktionen wie etwa Akte X mitzuschwimmen.cite-ref-rd158-166-1[166]
Kultur, Beziehungen und Wandlung der Figuren
Die von den Erschaffern beabsichtigte, dunklere Zeichnung der Charaktere wurde von mehreren Autoren als ein wesentlicher Unterschied zu Das nĂ€chste Jahrhundert erkannt. Zum Beispiel Mason (1993) interpretierte diesen Aspekt wie folgt: âWĂ€hrend âDas nĂ€chste Jahrhundertâ eine utopische Gemeinschaft in das All projiziert, schlĂ€gt âDeep Space Nineâ eine Gesellschaft aus Eigenbrötlern, Rebellen, AuĂenseitern, Hooligans und Zynikern vor. Es gibt einige Ausnahmen, aber die meisten Charaktere hegen einen Groll. Ărger und Egoismus motivieren hier eine Figur mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit, wie es Ehre und Mut in âDas nĂ€chste Jahrhundertâ vermögen.âcite-ref-169[169]
Geraghty (2003) hob hervor, dass Familien oder familienĂ€hnliche Beziehungen â im deutlichen Gegensatz zu Raumschiff Enterprise â eine dauerhaft wichtige Bedeutung in der Serie besitzen. Episoden wie Der Besuch (The Visitor, Staffel 4), Das Zeitportal (Timeâs Orphan, Staffel 6) und die Abschlussfolge Das, was du zurĂŒcklĂ€sst (What You Leave Behind) veranschaulichten die starken, die ganze Serie durchziehenden Bindungen von Familie, Heirat und Elternschaft.cite-ref-ger03-170-0[170] Mit der starken Konzentration auf zwischenmenschliche Beziehungen Ă€hnele Deep Space Nine zeitgenössischen Fernsehserien der 1990er Jahre wie etwa Friends, so der Autor in einer spĂ€teren Publikation (2009).cite-ref-ger09-149-1[149]
In der Kultur der Cardassianer spiegeln sich, so Carney (2013), typische Werte und Eigenschaften der Deutschen. Wie sich in mehreren Episoden zeige, seien fĂŒr die Cardassianer, ebenso wie fĂŒr die Deutschen, Sauberkeit, Befehlsgehorsam, PĂŒnktlichkeit und Effizienz typisch. Die cardassianische Staatsdienlichkeit, die etwa in Aussagen des Cardassianers Garak in der Episode Das Implantat (The Wire, Staffel 2) deutlich wird, sei vergleichbar mit der preuĂischen Kultur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie den nationalsozialistischen AnfĂ€ngen. Bezug nehmend auf die kulturellen Parallelen interpretierte Regisseur Winrich Kolbe die Cardassianer als âdie PreuĂen des Universumsâ.cite-ref-carney2013-154-1[154]
Piller und Berman beschrieben die Ferengi als âhĂ€ssliche, sexistische, gierige, kleine Aliens, die nur an Profit interessiert sind und daran, alles in ihre Finger zu bekommen, worauf sie gerade Lust haben.â Sennewald (2007) bezeichnete sie aufgrund ihres Aussehens und ihres Benehmens als âKarikaturen der âgierigen Kapitalistenââ.cite-ref-171[171] Cowan (2010) nannte als Beispiel fĂŒr einen solchen Kapitalisten Gordon Gekko, den skrupellosen Finanzinvestor in dem Börsendrama Wall Street.cite-ref-cowan146-172-0[172] AnhĂ€nger der Serie wie auch Winn (2003) sahen in dieser Charakterisierung starke Ăhnlichkeiten mit gĂ€ngigen antisemitischen Stereotypen.cite-ref-173[173] Pareles (1996) bezeichnete die Ferengi in der New York Times als âShylocks des Weltraumsâ und verglich sie damit bezĂŒglich ihrer kapitalistischen Veranlagung mit dem jĂŒdischen, Wucher treibenden Geldverleiher in der Shakespeare-Komödie Der Kaufmann von Venedig.cite-ref-174[174]
Winn (2003) sah in der Figur Nog und dessen Verwandlung von einem âniederen und verabscheuungswĂŒrdigenâ Ferengi in einen ehrbaren Sternenflottenoffizier ein Beispiel fĂŒr interkulturelle Probleme in der Serie. In den ersten drei Staffeln verhalte sich Nog auf eine fĂŒr Ferengi stereotypische Weise, indem er lĂŒgt, betrĂŒgt und stiehlt, und somit wie ein Enfant terrible. Ab der dritten Staffel, in der sich Nog durch seine Entscheidung, die Sternenflottenakademie zu besuchen, zu verĂ€ndern beginnt, scheine er die Werte und das moralisch redliche Verhalten respektablerer Star-Trek-Rassen wie etwa Menschen zu adaptieren, da er nunmehr fĂŒr Ferengi-untypische Ziele arbeitet. Wichtige Beispiele fĂŒr seine diesbezĂŒgliche Entwicklung seien die Episode Die Belagerung von AR-558 (The Siege Of AR-558, Staffel 7), in der er, ohne Aussicht auf finanziellen Profit, im Kampf fĂŒr die Föderation sein Leben riskiert und dafĂŒr mit dem Verlust seines Beines bezahlt, sowie seine spĂ€tere Beförderung zum Lieutenant. In Deep Space Nine komme deswegen die Absicht zum Ausdruck, dass Nogs bewusste Entscheidung, die Mainstream-Kultur des Star-Trek-Universums zu adaptieren, edel und wĂŒnschenswert sei. Diesbetreffend erhalte die Serie rassische Stereotypen aufrecht und fördere Assimilation in eine Mainstream-Kultur als den richtigen Weg fĂŒr die Existenz der ethnisierten âAnderenâ.cite-ref-175[175]
Auch andere Figuren Ă€ndern sich im Laufe der Serie. Vedek beziehungsweise Kai Winn zum Beispiel habe sich, so Raum-Deinzer et al. (2000), von einer arroganten Frau, die verzweifelt auf Visionen der Propheten hofft, aber doch immer das Beste fĂŒr Bajor wollte, zu einer unkontrollierbaren, hinterhĂ€ltigen Mörderin entwickelt.cite-ref-176[176] Booker (2004) charakterisierte Dukat, der ebenso wie Winn ein Antagonist ist, einerseits als brutalen Rassisten, als völlig skrupellosen politischen Manipulator und als einen Mann, der â inklusive Folter und Massenmord â dazu bereit sei, zum Verfolgen seiner Ambitionen bis zum ĂuĂersten zu gehen. Andererseits sei er ein loyaler Familienmensch, der manchmal den anderen Hauptfiguren hilft, und manchmal scheine es, als sei er selbst ein Opfer der UmstĂ€nde. Dukats Facetten und Tiefen wĂŒrden von keinem Schurken in den anderen Star-Trek-Serien erreicht.cite-ref-177[177]
Die Episode Wiedervereinigt (Rejoined, Staffel 4) handelt von dem Tabu in der Trill-Kultur, dass es vereinigten Trills verboten ist, eine Beziehung mit einem Partner aus einem frĂŒheren Leben zu beginnen. Unter anderem kĂŒssen sich darin die vereinigten Trills Jadzia Dax und Lenara Kahn. Kahn ist eine von Daxâ frĂŒheren Ehefrauen. Die Drehbuchautoren beabsichtigten mit der Wahl eines weiblichen Wirts fĂŒr Kahn, das damals tabuisierte Thema HomosexualitĂ€t aufzugreifen.cite-ref-178[178] Der Kuss fĂŒhrte nach der US-Erstausstrahlung der Episode im Oktober 1995 zu ĂŒbermĂ€Ăig vielen, in ihrem Tenor aber geteilten Reaktionen von Zuschauern â manche zeigten sich empört, andere begeistert.cite-ref-179[179] Seither wird der Kuss unter AnhĂ€ngern der Serie und in der Literatur als erster gleichgeschlechtlicher Kuss innerhalb von Star Trek rezipiert.
Das Tabu der Wiedervereinigung diene in der Serie, so Stengel (2005), dazu, Sex als gefĂ€hrlich, aber Freundschaft als lebensnotwendig darzustellen, was sich auch an anderen gesellschaftlichen Beziehungen innerhalb der Serie zeige. Keiko OâBrien zum Beispiel verbringt im Serienverlauf berufsbedingt immer weniger Zeit mit ihrem Ehemann Miles, dieser dafĂŒr umso mehr Zeit mit Julien Bashir. Miles OâBrien, so Stengel weiter, verlasse sich dadurch nicht auf seine Frau, um emotionale IntimitĂ€t zu behalten. Statt eines sozialen Abstiegs durch eine scheiternde Ehe sei diese Situation eine StĂ€rkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts auf der Raumstation. Unter anderem aus diesen Beispielen folgernd, hĂ€lt es Stengel fĂŒr besorgniserregend, dass in der idealisierten Zukunft von Deep Space Nine Menschen ihre primĂ€ren IntimitĂ€ten nicht sicher innerhalb ihrer romantischen beziehungsweise sexuellen Beziehungen ausleben können. Es bestehe etwa die Gefahr, dass Generationen junger MĂ€nner aufwachsen, die ihren Partnern misstrauen und unwillens sind, sich auĂerhalb platonischer Freundschaften emotional mitzuteilen.cite-ref-180[180] Geraghty (2003) betonte, dass die Freundschaft zwischen Bashir und OâBrien eine Reaktion der 1990er Jahre auf Fragen bezĂŒglich der annĂ€hernd homosexuellen Beziehung zwischen Kirk und Spock sei, dass sie die Balance wieder herstelle und die Liebe fĂŒr den jeweils anderen durch die Liebe zu ihren Partnerinnen und der Familie ersetze.cite-ref-ger03-170-1[170]
Religion
In den vorangegangenen Star-Trek-Serien wurden Religion und Geld meist als unnötig und als geringgeschĂ€tzt dargestellt, vor allem weil Gene Roddenberry im Rahmen seiner rationalen, humanistischen Zukunftsvision davon ĂŒberzeugt war, dass es sich dabei um primitive Elemente handele, die die Menschheit im 23. und 24. Jahrhundert lĂ€ngst hinter sich gelassen habe. Ira Steven Behr war diesbetreffend anderer Ansicht, auch, weil er es mit der von den VorgĂ€ngerserien abweichenden und stĂ€rker episodenĂŒbergreifenden Handlungsstruktur Deep Space Nines als ermöglicht ansah, Religion und andere, tiefgrĂŒndigere Themen als einen festen Bestandteil des Lebens in der Zukunft zu behandeln.cite-ref-181[181]
Mehrere Autoren verglichen die Themenkreise um den âAbgesandtenâ und um die Pah-Geister mit den Bibelgeschichten. Cassidy (2003) etwa erkannte in Siskos Rolle als Abgesandter Parallelen mit Jesus Christus. Ebenso wie Jesus opfere sich Sisko selbst fĂŒr die Erlösung aller, begebe sich willentlich in einen fĂŒrchterlichen Tod, werde durch göttliche Intervention gerettet und körperlich in ein himmlisches Reich transportiert, wo er viel zu lernen habe. Die Darstellung der Pah-Geister Ă€hnele dem christlichen VerstĂ€ndnis vom Teufel, etwa im Evangelium nach MatthĂ€us.cite-ref-182[182] Lamp (2010) entdeckte Unterschiede und schrieb, dass die messianische Darstellung Siskos im Vergleich zur PortrĂ€tierung Jesu im Neuen Testament in der Serie spĂŒrbar abfalle, denn Sisko sei nur allzu menschlich und â obwohl Nachkomme der âProphetenâ â nicht mit auĂergewöhnlichen moralischen, religiösen oder spirituellen Sinnen ausgestattet. Sisko erfĂŒlle die WĂŒnsche der âProphetenâ nicht aus Gehorsam oder um sich dem göttlichen Willen zu unterwerfen, sondern aus GrĂŒnden, die in seiner Rolle als Sternenflottenoffizier als angemessen erachtet werden.cite-ref-183[183] Linford (1999) war ebenfalls der Auffassung, dass Sisko nichtreligiösen Zwecken Vorrang vor dem religiösen Glauben einrĂ€ume, und glaubte darin eine âMarginalisierung religiöser Wahrheitâ zu erkennen.cite-ref-184[184]
Zu den religiös geprĂ€gten Themen in Deep Space Nine gehören auch die in einigen Episoden gezeigten Riten, die Bestandteil der klingonischen Religion sind, darunter der rituelle Selbstmord, den Worfs Bruder Kurn in der Episode Die Söhne von Mogh (Sons Of Mogh, Staffel 4) durchzufĂŒhren versucht. Ein anderes, religiöses Thema ist die Vergötterung der GrĂŒnder durch die Vorta und die JemâHadar. Weil sich die GrĂŒnder zu diesem Zweck der Gentechnologie bedienen, kam unter anderem Cowan (2010) zu der festen Ăberzeugung, dass die GrĂŒnder als falsche Götter gelten können.cite-ref-185[185] Die kapitalistische Philosophie der Ferengi wurde mehrfach ebenfalls als religiös interpretiert. FĂŒr Ferengi ist Kommerz Religion, fand etwa Cowan. Das zeige sich an ihrem Glauben an Transzendenz in das âgroĂe materielle Kontinuumâ und in die âhimmlische Schatzkammerâ und Ă€hnele realen religiösen Traditionen, darunter denen der alten Ăgypter, die ihren Verstorbenen Grabbeigaben fĂŒr das Leben nach dem Tod bereitstellen.cite-ref-cowan146-172-1[172]
Trotz Linfords Deutung stellt Deep Space Nine, vor allem wegen des ernsteren und weitaus weniger geringschĂ€tzenden Umgangs mit Religion, eine deutliche Abkehr von den sĂ€kularen, rationalen Werten der VorgĂ€ngerserien dar. DafĂŒr sei Barret und Barret zufolge auch die Episode Jenseits der Sterne (Far Beyond The Stars, Staffel 6) mit der in einem völlig abweichenden, reprĂ€sentativen Stil erzĂ€hlten Geschichte um Sisko alias Benny Russell in hohem MaĂe beispielhaft.cite-ref-186[186] Wenger (2006) sah mit den religiösen Themen der Serie das von Vernunft geprĂ€gte Paradigma der Star-Trek-Welt relativiert.cite-ref-187[187]
Die Religionsdarstellung in der Serie ist nicht ohne Fehler. Cowan etwa bemerkte, dass sie gefĂŒllt sei mit non sequiturs, logischen Inkonsistenzen und offenen Fragen.cite-ref-188[188] Johnson-Smith (2005) verwies auf die nicht im Voraus geplante Handlung als Ursache dafĂŒr, dass sich Sisko, obwohl er den Wurmlochwesen bei der ersten Begegnung noch völlig unbekannt war, in der siebten Staffel als ihr Kind herausstellt.cite-ref-js05-50-2[50]
Kritik
Zeitgenössische Kritik
Zu Beginn der US-Erstausstrahlung bemĂ€ngelte die New York Times, dass Deep Space Nine neben anderen, damals neuen Serien wie Time Trax und Space Rangers der Erwartungshaltung an Science-Fiction nicht gerecht werde, weil sie den Fokus auf die Zukunft vermissen lasse. Statt eines Schrittes vorwĂ€rts von der ĂŒber 26 Jahre dauernden Ăra von Raumschiff Enterprise vermittelten die Serien eine Art von DĂ©jĂ -vu und böten unter ihrer futuristischen OberflĂ€che altbekannte, meist von frĂŒheren Fernsehserien und Spielfilmen geborgte PrĂ€missen und Handlungen. Die Produzenten der neuen Serien hĂ€tten das Star-Trek-Konzept und dessen militĂ€risches Modell, in dem die Hauptcharaktere hierarchisch aneinander gebunden sind, so âsklavischâ wiederholt, dass sie dabei die Chance verpasst hĂ€tten, andere Arten der sozialen Organisation zu erforschen. Wenigstens, so das Blatt weiter, sei Deep Space Nine wegen der groĂen Vielfalt an Spezies auf der Raumstation gut genug dafĂŒr, sich gegen ethnische Vorurteile zu stellen.cite-ref-189[189]
Die Drehbuchautoren und Produzenten erhielten unter anderem per Post oder wĂ€hrend Conventions Kritik von Fans. Zum Beispiel kritisierten die AnhĂ€nger wĂ€hrend der US-Erstausstrahlung der zweiten Staffel Geschichten mit philosophischen und intellektuellen Themen wie Religion und Politik und Ă€uĂerten die WĂŒnsche, die Stationsbesatzung stĂ€rker mit AuĂenstehenden interagieren und mehr reisen zu lassen sowie gefĂ€hrlicheren Situationen auszusetzen.cite-ref-erdm157f-138-1[138]
Showrunner Ira Steven Behr sagte anlĂ€sslich des Endes der Serie 1999, dass Deep Space Nine wĂ€hrend der Erstausstrahlung von den Medien und den Zuschauern zu wenig Aufmerksamkeit erhalten habe. Wahrscheinliche GrĂŒnde dafĂŒr seien die Konzentration vieler Kritiker auf die parallel ausgestrahlten Star-Trek-Fernsehserien und die episoden- und staffelĂŒbergreifenden Handlungsbögen, die neuen Zuschauern das VerstĂ€ndnis erschwert hĂ€tten.cite-ref-190[190] Von einem solchen Aufmerksamkeitsmangel sprachen auch Robb (2012) und Owen (1999).cite-ref-robb190-191-0[191]cite-ref-owen1999-192-0[192] Auch in Deutschland hielt sich die Aufmerksamkeit von Seiten der Kritik wĂ€hrend der Erstausstrahlung in Grenzen. Zumindest das Fernsehmagazin Gong Ă€uĂerte sich 1994 zum Pilotfilm und beanstandete ihn als âlangatmigâ und âpseudo-intellektuellâ.cite-ref-193[193]
An der deutschen Synchronisation wurde unter anderem die Wahl mancher Episodentitel beanstandet. Zum Beispiel klinge der deutsche Titel Der undurchschaubare Marritza fĂŒr die Episode Duet unpassenderweise mehr wie eine âbillige Verwechslungskomödieâ, so Raum-Deinzer et al. (2000).cite-ref-195[195] Kritisiert wurde auĂerdem, dass manche Namen falsch ausgesprochen werden. Ein Beispiel ist die Figur Winn, die in den ersten beiden Staffeln fĂ€lschlicherweise Wunn genannt wird.cite-ref-196[196]
SpÀtere Bewertungen
2013 hob die Internet-Zeitung Hollywood.com das Thema Personenvielfalt hervor, denn 1993 sei es verglichen mit heutigen Fernsehserien ein âtriumphaler Balance-Aktâ gewesen, dass Deep Space Nine klargemacht habe, dass Rasse und EthnizitĂ€t nur ein Teil der Einzigartigkeit jeder Figur gewesen seien. âRevolutionĂ€râ sei es gewesen, mit Avery Brooks einen Afroamerikaner als Protagonisten fĂŒr eine Serie zu besetzen, die sich nicht primĂ€r an ein afroamerikanisches Publikum richtet. Mit Alexander Siddig die möglicherweise erste arabischstĂ€mmige Hauptfigur im Drama-Genre des US-amerikanischen Primetime-Fernsehens zu besetzen, sei âbahnbrechendâ gewesen.cite-ref-197[197]
Manche Kritiker, darunter Autoren des Time Magazine (2012)cite-ref-198[198] und der Tageszeitung Milwaukee Journal Sentinel (1999), hielten Deep Space Nine fĂŒr die beste Star-Trek-Fernsehserie. In letzterem Blatt hieĂ es zur BegrĂŒndung unter anderem, dass die KontinuitĂ€t â etwa durch die Vielzahl wiederkehrender Nebenrollen â viel stĂ€rker als in den VorgĂ€ngerserien ausgeprĂ€gt sei. Mit ihren langen Handlungsbögen habe die Serie ihren regelmĂ€Ăigen Zuschauern ein bei Star Trek zuvor nicht erreichtes Niveau an Realismus und GlaubwĂŒrdigkeit geboten.cite-ref-owen1999-192-1[192] Die österreichische Zeitung Die Presse hob 2004 die intensive Entwicklung der Charaktere und klar gezeichnete Spannungsbögen als BegrĂŒndung hervor. Zudem gehörten die Dialoge zwischen Odo und Quark zum AmĂŒsantesten, was die Autoren im Star-Trek-Universum je generiert haben.cite-ref-199[199] Das Webzine The Internet Review of Science Fiction beurteilte das Figurenensemble 2008 als das interessanteste der fĂŒnf Realfilm-Star-Trek-Serien. Wegen des Dominion-Krieges beinhalte die Serie âvieles vom reichhaltigsten und aufregendsten Dramaâ des Star-Trek-Franchise. Zudem habe die Serie trotz konzeptueller Gemeinsamkeiten mit Babylon 5 ihre Unterscheidbarkeit bewahrt.cite-ref-200[200]
Ian Johnson-Smith lobte in seinem Buch American Science Fiction TV (2005) die Infragestellung der hegemonischen Ideologie der Sternenflotte in höheren Staffeln als âerfrischendâ. Allerdings beanstandete er, dass die Serie wegen ihrer völligen Zentrierung auf die Charaktere nicht effektiv genug sei: Der Krieg gegen das Dominion und Cardassia werde ausschlieĂlich in Form von individuellen Erfahrungen der Protagonisten und Antagonisten und nicht in seiner gröĂeren Bedeutung thematisiert; die Serie versuche nicht, die persönlichen oder individuellen Erfahrungen einer kleinen Gruppe von Offizieren zu verlassen.cite-ref-js05-50-3[50] DemgegenĂŒber lobte die Zeitschrift Space View (1998) die Drehbuchautoren dafĂŒr, dass sie sich dem Thema Krieg mit der entsprechenden âepischen Breiteâ gewidmet hĂ€tten. Die Figuren hĂ€tten âsichtlich keinen âSpaĂâ am Kriegâ und die kriegsbedingt in ihnen hervorgerufenen VerĂ€nderungen wie etwa Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Wut seien ausgesprochen subtil und deshalb âĂŒberzeugend und eindringlichâ umgesetzt.cite-ref-spaceview-1998-4-194-1[194] DarĂŒber hinaus lobte die Space View die Serie fĂŒr die âungewöhnlich vielenâ Mainstream-Elemente, etwa die persönlichen Beziehungen der Figuren (1997);cite-ref-spaceview1997-6-50-62-1[62] fĂŒr das Szenenbild, das das âwohl phantasievollste und aufwendigsteâ der damaligen Serien sei (1998), und fĂŒr die âatemberaubenden Spezialeffekteâ.cite-ref-spaceview-1998-4-194-2[194]
Buchautor Johnson-Smith (2005) kritisierte, dass die Serie viel Zeit in alleinstehende, leichtgewichtige Episoden investiere, die von der ĂŒbergeordneten, um den Dominion-Krieg kreisenden Handlung eher ablenkten, als diese in irgendeiner Hinsicht auszugestalten. Zum Beispiel verbringen Ezri Dax und Worf als Gefangene der Breen und des Dominion mehr Zeit damit, ĂŒber ihre Beziehung zueinander als ĂŒber den Widerstand gegen ihre EntfĂŒhrer zu sprechen.cite-ref-js05-50-4[50]
Der langjĂ€hrige Herausgeber des US-amerikanischen Star-Trek-Magazins, Brian J. Robb, urteilte 2012, dass die Serie zu komplex fĂŒr das episodische Fernsehen gewesen sei und zu viele HandlungsstrĂ€nge und Charaktere verfolgt haben mag, die Welt von Star Trek ohne Deep Space Nine aber weitaus uninteressanter gewesen wĂ€re.cite-ref-robb190-191-1[191] Die Serie habe ein âinteressantes Anti-Star-Trek-Experimentâ mit âschonungsloserâ ErzĂ€hlweise und Serialisierung gewagt und sei auch deswegen â im Gegensatz zu Raumschiff Voyager und Enterprise â kreativ erfolgreich geworden.cite-ref-201[201]
Zur DVD-Erstveröffentlichung 2003 erschienen auf einschlĂ€gigen Review-Websites Rezensionen zu den Staffeln. DVD Talk etwa lobte die KontinuitĂ€t zu Das nĂ€chste Jahrhundert, denn vom Aufgreifen bestehender HandlungsstrĂ€nge anstelle des Erfindens neuer AuĂerirdischer profitiere die Serie, zumindest in der ersten Staffel.cite-ref-202[202] Von wenigen Episoden abgesehen, gab es von DVD Center, Filmszene.de und DVD Verdict wenig Zustimmung fĂŒr die ersten beiden Staffeln. DVD Verdict etwa sprach ĂŒber die zweite Staffel von einem âuneinheitlichen Flickwerk aus Themen und Kurskorrekturenâ. Die Seite beanstandete zudem die Lösung astrophysikalischer Probleme in der Serie als oftmals zu simpel, etwa wenn Kira und Bashir dem Spiegeluniversum entfliehen, indem sie denselben Kurs und dieselbe Geschwindigkeit verwenden.cite-ref-203[203] Die Staffeln 3, 4 und 5 erhielten von DVD Talk und DVD Center Lob fĂŒr die stĂ€rkere Konzentration vieler Episoden auf die Dominion-Rahmenhandlung und das FortfĂŒhren bestehender HandlungsstrĂ€nge, wĂ€hrend DVD Verdict in der vierten Staffel wegen vieler inkonsequent wirkender Episoden die bisher schwĂ€chste sah und die ErgĂ€nzung der Besetzung um die Figur Worf als unnötig empfand.cite-ref-204[204] Auf der Seite hieĂ es weiterhin, dass Avery Brooksâ âĂŒbertriebenes, dramatisches Schauspielâ in der dritten Staffel Sinn zu ergeben beginne, da Sisko nun öfters im Stress sei.cite-ref-205[205] Unter allen Staffeln erhielt die sechste Staffel die positivste Resonanz, DVD Talk zufolge vereine die Staffel alle StĂ€rken der Serie, und zwar âexzellentes GeschichtenerzĂ€hlenâ durch einen kohĂ€siven Handlungsbogen, gut entwickelte, dreidimensionale Charaktere und die Bereitschaft, sich all den Zwischentönen zu stellen, die schwierige ethische Probleme mit sich brĂ€chten.cite-ref-ordway6-53-1[53] WĂ€hrend die Rezensenten ĂŒber die EinfĂŒhrung der Figur Ezri Dax in der siebten Staffel geteilter Meinung waren, beanstandete DVD Verdict, dass im finalen, 10-teiligen Handlungsbogen zu viele Dinge in zu kurzer Zeit geschĂ€hen und die QualitĂ€t der DrehbĂŒcher auf Kosten des Serienabschlusses gegangen sei.cite-ref-206[206]
Auszeichnungen
â
Hauptartikel
:
Liste der Auszeichnungen der Star-Trek-Fernsehserien
Deep Space Nine wurde fĂŒr zahlreiche Preise nominiert und einige Male prĂ€miert, hauptsĂ€chlich in technischen Kategorien. Insgesamt 32 Nominierungen gab es fĂŒr den Emmy, je Staffel eine in den Kategorien Make-up und Frisur sowie mehrfach in den Kategorien KĂŒnstlerische Leitung, Musik, Visuelle Spezialeffekte und KostĂŒmdesign. Vier PrĂ€mierungen gab es, darunter eine fĂŒr die Titelmelodie sowie zwei fĂŒr das Make-up in den Episoden Tosk, der Gejagte (Captive Pursuit, Staffel 1) und Ferne Stimmen (Distant Voices, Staffel 3).cite-ref-emmysearch-207-0[207]
DarĂŒber hinaus wurde die Serie fĂŒnfmal mit dem ASCAP Award fĂŒr die beste Fernsehserie ausgezeichnet. Acht Nominierungen gab es fĂŒr den Saturn Award, davon vier in der Kategorie Beste Syndication-/Kabel-Fernsehserie. AuĂerdem gab es zwei Nominierungen fĂŒr den renommierten Science-fiction-Preis Hugo Award.cite-ref-awardsimdb-208-0[208]
Adaptionen
Siehe auch
:
Star Trek
Adaptionen durch andere Star-Trek -Produktionen
Die zweiteilige Episode Geheime Mission auf Celtris Drei (Chain of Command) der sechsten Staffel von Das nĂ€chste Jahrhundert wurde im Dezember 1992 erstausgestrahlt, wenige Wochen vor dem Beginn von Deep Space Nine. Zwecks inhaltlicher KontinuitĂ€t fĂŒhrte sie den Zuschauer in den RĂŒckzug der Cardassianer vom Planeten Bajor ein und war ursprĂŒnglich als Crossover mit Deep Space Nine geplant.cite-ref-209[209] Ein solches wurde wenige Monate spĂ€ter mit dem Zweiteiler Der Moment der Erkenntnis (Birthright) umgesetzt, der auf der Raumstation spielt und auch von Deep Space Nine-Charakteren handelt.cite-ref-210[210] Ein Crossover stellt auch der Pilotfilm Der FĂŒrsorger (1995) von Star Trek: Raumschiff Voyager dar, der als einen Handlungsort ebenfalls die Raumstation beinhaltet. Auch deswegen handelt es sich bei Raumschiff Voyager um ein Spin-off von Deep Space Nine. Im Kinofilm Star Trek: Der erste Kontakt (1998) spielt auch das Raumschiff Defiant eine Rolle; die Drehbuchautoren des Films planten ursprĂŒnglich, es in der Handlung zerstören zu lassen. Von der Vorgeschichte des Sternenflottengeheimdienstes Sektion 31 erzĂ€hlt die Prequel-Serie Star Trek: Enterprise (2001â2005) in mehreren Episoden. Sektion 31 wird auch im zweiten Kinofilm der alternativen Zeitlinie, Star Trek Into Darkness (2013), erwĂ€hnt. Sie ist ebenso Teil der Handlung mehrerer Episoden von Star Trek: Discovery (2017â2024), sowie titelgebend fĂŒr den Spin-off-Spielfilm Star Trek: Sektion 31 (2025).
Romane
Siehe auch
:
Liste der Star-Trek-Romane
Ăberblick
Die Fernsehserie wurde fĂŒr ĂŒber 70 Romane adaptiert, die im US-Verlag Pocket Books, einem Imprint von Simon & Schuster, ab 1993 veröffentlicht wurden. In den 1990er Jahren erschienen davon etwa fĂŒnf bis sieben Titel pro Jahr. Etwa 60 Prozent der Romane wurden auch auf Deutsch herausgegeben. Beginnend 1993 â und damit noch vor dem Start der deutschen Erstausstrahlung â publizierte der Heyne Verlag die meisten deutschen Ăbersetzungen der bis 1996 auf Englisch erschienenen BĂ€nde. Der Verkaufserfolg war fĂŒr Heyne in Deutschland unbefriedigend, weshalb der Verlag die Erstveröffentlichung deutscher Ăbersetzungen im Jahr 2000 vorlĂ€ufig einstellte,cite-ref-212[212] ein letzter Band (Sektion 31: Der Abgrund) erschien 2002. Drei BĂ€nde publizierte der VGS Verlag 1995 und 1996 erstmals. Der Verlag Cross Cult setzte die deutschen Erstveröffentlichungen 2009 fort. Bei Heyne erscheinen Nachdrucke und Neuauflagen.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, spielen die bis 2000 erstveröffentlichten Romane wĂ€hrend der Handlungszeit der Fernsehserie (2369â2375). Anfangs erschienen ĂŒberwiegend Romane mit abgeschlossener Handlung; ab dem Ende der 1990er Jahre kamen verstĂ€rkt Mehrteiler hinzu. Bei acht Romanen handelt es sich um NacherzĂ€hlungen von fĂŒr die Rahmenhandlung besonders bedeutsamen Episoden der Fernsehserie, zu denen die ersten beiden Episoden der ersten, dritten und vierten Staffel und die finale Doppelepisode gehören. Bei den Romanen Verlorener Friede und Beendet den Krieg! handelt es sich um NacherzĂ€hlungen der sieben Episoden 124 (Zu den Waffen, Staffel 5) bis 130 (Sieg oder Niederlage?, Staffel 6), die wĂ€hrend der Belagerung und der RĂŒckeroberung der Raumstation spielen. Beide Romane gehören zu der vierteiligen Roman-Miniserie Der Dominion-Krieg, die ein Crossover mit der Romanreihe Star Trek: The Next Generation darstellt und deren andere beide Teile die Enterprise-E als Haupthandlungsort beinhalten. Bei Pocket Books erschienen ĂŒberdies zwölf Romane, die sich an jugendliche Leser richten und vor allem auf Jake Sisko und Nog zentriert sind; auf Deutsch gab Heyne acht davon unter dem Reihentitel Starfleet Kadetten (deutsche Erstveröffentlichung) bzw. Starfleet Academy (höhere Auflagen) heraus.
In einigen Romanen wird die in der Fernsehserie in das Star-Trek-Universum eingefĂŒhrte Sektion 31 weiter thematisiert, die neben Bashir auch andere, genetisch aufgewertete Personen rekrutiert. Zu den Romanen gehören vor allem die in der Miniserie Sektion 31 enthaltenen, die ebenfalls als Crossover-Serie Verbindungen zu den Romanreihen von Raumschiff Enterprise, Das nĂ€chste Jahrhundert und Voyager schafft.
Nach Episode 176 handelnde Romane
â
Hauptartikel
:
Star Trek: Deep Space Nine (Literarische Fortsetzung)
Siehe auch
:
Star Trek: The Next Generation (Literarische Fortsetzung nach Nemesis)
und
Star Trek: Titan
Mittlerweile ĂŒber 30 Romane gehören zum sogenannten Relaunch. Dabei handelt es sich um eine auch von Simon & Schuster verwendete Sammelbezeichnungcite-ref-213[213] fĂŒr Geschichten, die die Handlung der Fernsehserie nach der letzten Episode fortsetzen. Marco Palmieri, zumindest bis 2005 Herausgeber und Lektor bei Pocket Books, entwarf einen erzĂ€hlerischen Rahmen, innerhalb dessen die Geschichten spielen und der â im Gegensatz zum GroĂteil der vorherigen Romane â die meisten davon zu einer Fortsetzungsgeschichte miteinander verknĂŒpft. Der gröĂte Teil der zum Relaunch gehörigen Romane erschien bei Cross Cult auf Deutsch, ĂŒbersetzt von Christian Humberg. 13 Romane nummerierte Cross Cult â eine achte und eine neunte Staffel der Fernsehserie suggerierend â mit 8.01 bis 8.10 und 9.01 bis 9.03. Den Auftakt sowohl des Relaunchs als auch der sogenannten achten Staffel bildete der 2001 erstveröffentlichte Roman-Zweiteiler Offenbarung, dessen Handlung drei Monate nach dem Ende der finalen Doppelepisode Das, was du zurĂŒcklĂ€sst einsetzt.
Die zur Fortsetzung der Fernsehserie gehörenden Romane fĂŒhren einige Hauptfiguren neu ein und rĂŒcken andere Star-Trek-Nebenfiguren in den Mittelpunkt des Geschehens. Die einst am Ende der Fernsehserie Das nĂ€chste Jahrhundert zum Maquis ĂŒbergelaufene Bajoranerin Ro Laren etwa wird neue Sicherheitschefin auf Deep Space Nine. Elias Vaughn wird erster Offizier auf der Station und Kommandant der Defiant, mit der er eine Forschungsexpedition in den Gamma-Quadranten anfĂŒhrt. In den Romanen So der Sohn (8.09) und Einheit (8.10) geht es auch um Wiederentdeckung und RĂŒckkehr des Abgesandten Ben Sisko. Die Romane thematisieren auch die Vorbereitungen zur Aufnahme Bajors in die Föderation.
Mit zum Relaunch von Deep Space Nine gezĂ€hlt werden auch die Roman-Miniserien Destiny (3 Romane, Englisch 2008, Deutsch 2010), Typhon Pact (8 Romane, Englisch 2010â2012, Deutsch 2013â2014) und The Fall (5 Romane, Englisch 2013, Deutsch ab 2015). Bei ihnen handelt es sich um Crossover mit anderen Star-Trek-Romanserien, insbesondere mit The Next Generation und Titan. Die Romane bauen inhaltlich sowohl aufeinander als auch auf den Romanen auf, die die Fernsehserien Deep Space Nine beziehungsweise Das nĂ€chste Jahrhundert fortsetzen. Den Ausgangspunkt der in ihnen erzĂ€hlten Geschichten bildet ein verheerender Angriff der Borg auf zahlreiche Welten im Alpha- und Beta-Quadranten, der weitreichende VerwĂŒstungen und ĂŒber 60 Milliarden Todesopfer verursacht. Das MachtgefĂŒge in diesen Quadranten verschiebt sich dadurch dahingehend, dass das BĂŒndnis âTyphon-Paktâ entsteht, zu dem unter anderem die Romulaner und die Breen gehören und das eine Opposition zur Föderation darstellt. Mitglieder des Typhon-Paktes zerstören in den Romanen Heimsuchung und Schatten die Raumstation Deep Space Nine, wodurch die Sternenflotte in der Folge eine neue, technisch weiterentwickelte, gleichnamige Station errichtet. Vier BĂ€nde der Serie The Fall platzierten sich 2013 und 2014 in der Kategorie âPaperback Mass-Market Fictionâ, die 25 PlĂ€tze umfasst, der Bestseller-Liste der New York Times (siehe Hauptartikel: Star-Trek-Belletristik).
Kurzgeschichten
Pocket Books verlegte auch einige Anthologie-BÀnde, die Kurzgeschichten enthalten. Die nachfolgend genannten Anthologien sind noch nicht auf Deutsch erschienen. Der 1999 veröffentlichte Band The Lives of Dax enthÀlt zehn Kurzgeschichten mit Biografien der Dax-Symbionten und einer Rahmengeschichte, die nach dem Ende der Handlung der Fernsehserie spielt, weswegen der Band auch zum Relaunch gezÀhlt wird. Prophecy and Change erschien mit zwölf Kurzgeschichten 2003 anlÀsslich des 10-jÀhrigen ErstausstrahlungsjubilÀums. Der nicht innerhalb der Hauptreihe Deep Space Nine erschienene Band Tales of the Dominion War erzÀhlt in ebenfalls zwölf Kurzgeschichten von den Auswirkungen des Dominion-Krieges auf die Föderation und andere Welten, wobei auch die Crews aus anderen Star-Trek-Romanhauptreihen bzw. -Fernsehserien fokussiert werden. In der zehnbÀndigen Anthologie-Reihe Strange New Worlds, die 209 Star-Trek-bezogene Kurzgeschichten enthÀlt, befinden sich mindestens 26, auf Deep Space Nine zentrierte.
Comics
â
Hauptartikel
:
Liste der Star-Trek-Comics
Der US-Verlag Malibu Comics veröffentlichte 1993 bis 1995 Deep-Space-Nine-bezogene Comics. Dazu gehört eine in 32 Nummern, ĂŒberwiegend in monatlichem Rhythmus erschienene Reihe von Heften mit meist je einer Geschichte, teilweise mit je zwei oder drei Geschichten. Die ersten vier Nummern gab der Robert Gabor Verlag 1994 und 1995 mit dem Untertitel Faszinierende Weltraum-Abenteuer auf Deutsch heraus. Ferner erschienen bei Malibu einige One Shots und Comic-Miniserien, etwa zentriert auf den Maquis oder auf Worf. Vier Hefte von 1994 und 1995, von denen je zwei bei Malibu und bei DC Comics erschienen, stellen ein Crossover von Deep Space Nine mit Das nĂ€chste Jahrhundert dar; auf Deutsch veröffentlichte der Carlsen Verlag diese Comics 1995 in dem Band Die Wurmloch-Falle.
Beim US-Verlag Marvel Comics erschienen von 1996 bis 1998 die monatlichen, auf Deutsch unveröffentlicht gebliebenen Comic-Heftreihen Star Trek: Deep Space Nine (15 Ausgaben) und Star Trek: Starfleet Academy (19 Ausgaben). In der letztgenannten Reihe ist Nog eine Hauptfigur. Im US-Verlag Wildstorm (2000/01) und Deutsch ĂŒbersetzt im Dino Verlag (2002) erschienen die je vierteiligen Miniserien N-Vector, die nach dem Ende der Handlung der Fernsehserie spielt, und Divided We Fall (Deutsch: Symbiose), die ein Crossover mit Das nĂ€chste Jahrhundert bildet. Die 2009/10 bei IDW Publishing erschienene Miniserie Foolâs Gold blieb auf Deutsch bislang unveröffentlicht (Stand: 18. April 2015).
Andere literarische Adaptionen
Inhalte der Serie wurden nicht nur in erzĂ€hlender Literatur verarbeitet. Dazu gehören zwei auch auf Deutsch ĂŒbersetzte BĂŒcher, die sich mit den 285 Erwerbsregeln der Ferengi befassen.
⹠Die Erwerbsregeln der Ferengi (Heyne Verlag 1997), von Ira Steven Behr, enthÀlt alle Erwerbsregeln.
âą Die Mythen und Legenden der Ferengi (Heel Verlag 2000), von Behr und Robert Hewitt Wolfe, stellt eine Sammlung von Geschichten und philosophischen Betrachtungen rund um die Erwerbsregeln dar.
⹠Das technische Handbuch (Heel 1999), vom Szenenbildner Herman Zimmerman sowie Rick Sternbach und Doug Drexler, enthÀlt Wissen rund um die Technik von Raumstation und Defiant.
âą Capân Beckmessers FĂŒhrer durch Star Trek Deep Space Nine (Heyne 2000), von Phil Farrand, ist eine Sammlung von Fehlern, Ungereimtheiten und Pannen, zumindest aus den ersten vier Staffeln.
Zu den SachbĂŒchern, die sich mit mehreren Star-Trek-Produktionen befassen, gehört etwa Die visuelle EnzyklopĂ€die: Die ganze Welt von Raumschiff Enterprise (Dorling Kindersley 2013). FĂŒr 2024 angekĂŒndigt wurde zudem das âIllustriertes Handbuch: Deep Space Nine & die U.S.S. Defiantâ (Cross Cult Entertainment Verlag) angekĂŒndigt.cite-ref-214[214] Es beschĂ€ftigt sich auf 201 Seiten explizit um die Deep Space Nine und das Raumschiff Defiant.
Von 1993 bis 1998 erschien in den USA die Zeitschrift The Official Star Trek: Deep Space Nine Magazine in 25 Ausgaben, von 1996 bis 1997 in 15 Ausgaben eine Posterzeitschrift. Die Serie war darĂŒber hinaus wichtiges Thema von Zeitschriften, die sich mit Star Trek oder Science-Fiction-Produktionen allgemein beschĂ€ftigen.
Auf Fan-Fiction-Websites veröffentlichten Fans der Serie selbstgeschriebene Geschichten. Allein auf FanFiction.net, der gröĂten dieser Plattformen, sind ĂŒber 1300 Geschichten abrufbar, die von Deep Space Nine erzĂ€hlen (siehe auch: Star-Trek-Fan-Fiction).cite-ref-215[215]
Computerspiele
Siehe auch
:
Liste der Star-Trek-Videospiele
und
Star-Trek-Spiele
Sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch erschienen vier Videospiele, die von Deep Space Nine handeln. Angegeben sind die Plattformen, fĂŒr die die Spiele auf Deutsch erschienen.
âą Crossroads of Time ist ein 1995 erschienenes Action-Adventure sowohl fĂŒr Sega Mega Drive als auch fĂŒr Super Nintendo, in dem der Spieler, sich in der Rolle von Benjamin Sisko befindend, verschiedene mysteriöse ZwischenfĂ€lle an Bord der Station aufklĂ€ren muss.
âą Harbinger ist ein Abenteuerspiel fĂŒr DOS von 1996, in dem der Spieler als diplomatischer Botschafter der Föderation einen Mord auf der Raumstation aufzuklĂ€ren hat.
âą The Fallen ist ein Third-Person-Shooter fĂŒr Microsoft Windows von 2001, in dem der Spieler wahlweise als Benjamin Sisko, Kira Nerys oder Worf die Aufgabe hat, die verschollenen Drehkörper der Pah-Geister zu finden.
âą Dominion Wars ist ein Echtzeit-Strategiespiel fĂŒr Microsoft Windows von 2001, in dem der Spieler bis zu sechs Raumschiffe gleichzeitig kommandiert und am Krieg gegen das Dominion teilnimmt.
Teile der Serie wurden zudem in anderen Star-Trek-Videospielen verarbeitet, darunter dem MMO-RPG Star Trek Online. Das 2010 erschienene und von Keen Games entwickelte Browserspiel Star Trek: Infinite Space ist zeitlich und thematisch wĂ€hrend der vierten und fĂŒnften Staffel angesiedelt. Das Studio gab seine Entwicklung 2012 wieder auf, nachdem sich kein Nachfolger fĂŒr den Publisher Gameforge gefunden hatte.cite-ref-216[216]cite-ref-217[217]
Literatur
Englischsprachig
âą Jeff Ayers: Voyages of Imagination. The Star Trek Fiction Companion. Pocket Books, New York 2006, ISBN 978-1-4165-0349-1.
âą M. Keith Booker: Science fiction Television. Praeger Publishers, Westport 2004, ISBN 0-275-98164-9.
âą Douglas E. Cowan: Sacred Space â The Quest for Transcendence in Science Fiction Film and Television. Baylor University Press, Waco (TX) 2010, ISBN 978-1-60258-238-5.
âą Terry J. Erdmann, Paula M. Block: Star Trek: Deep Space Nine Companion. Pocket Books, New York 2000, ISBN 0-671-50106-2.
âą Chris Gregory: Star Trek. Parallel Narratives. St. Martinâs Press, New York 2000, ISBN 0-333-74489-6.
âą Marnie Nolton: Cardassian âMonstersâ and Bajoran âFreedom Fightersâ. In: Jason T. Eberl, Kevin S. Decker (Hrsg.): Star Trek and philosophy. The wrath of Kant. Open Court, Chicago 2008, ISBN 978-0-8126-9649-3, S. 185â200.
âą Nancy R. Reagin (Hrsg.): Star Trek and History. John Wiley & Sons, Hoboken (NJ) 2013, ISBN 978-1-118-16763-2.
âą Brian J. Robb: A Brief Guide to Star Trek. The Essential History of the classic TV Series and the movies. Constable & Robinson, London 2012, ISBN 978-1-84901-514-1.
âą David K. Seitz: A Different Trek. Radical Geographies of Deep Space Nine. University of Nebraska Press, Lincoln (NE) 2023, ISBN 978-1-4962-3542-8.
âą Sebastian Stoppe: Is Star Trek Utopia? Investigating a Perfect Future. McFarland, Jefferson (NC) 2022, ISBN 978-1-4766-8636-3.
âą J. Emmett Winn: Racial Issues and Star Trekâs Deep Space Nine. In: Kinema (University of Waterloo), FrĂŒhjahr 2003.
Deutschsprachig
⹠Armin Breitenbach: Deep Space Nine. Hinter den Kulissen der Raumstation. Heel Verlag, Königswinter 1995, ISBN 3-89365-450-X.
⹠Mike Hillenbrand, Thomas Höhl:
âą Dies sind die Abenteuer â Star Trek 40 Jahre. Heel Verlag, Königswinter 2006, ISBN 978-3-89880-668-8.
âą Star Trek in Deutschland. âWie Captain Kirk nach Deutschland kamâ. Heel Verlag, Königswinter 2008, ISBN 978-3-86852-006-4.
âą Uwe Raum-Deinzer, Michael Peinkofer, Inken Ebinger, JĂŒrgen Krainhöfner: TV Highlights Serien Hits Science Fiction 3: Star Trek Deep Space Nine. Medien-, Publikations- und Werbegesellschaft mbH, Hille 2000.
âą Michael Peinkofer, Uwe Raum-Deinzer: Das groĂe STAR TREK Buch. Medien-, Publikations- und Werbegesellschaft mbH, Hille 1997, ISBN 3-931608-14-X.
âą Reinhard Prahl, Björn SĂŒlter, Torsten Walch: Die Star-Trek-Chronik â Teil 5: Star Trek: Deep Space Nine: Die ganze Geschichte ĂŒber die Abenteuer der Crew um Captain Sisko. In Farbe und Bunt, Osdorf 2024, ISBN 978-3-95936-460-7.
âą Andreas Rauscher: Das PhĂ€nomen STAR TREK â Virtuelle RĂ€ume und metaphorische Welten. Ventil Verlag, Mainz 2003, ISBN 3-930559-98-6 (Dissertation, Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz).
âą Judith und Garfield Reeves-Stevens: Star Trek: Deep Space Nine. Die Realisierung einer Idee. Heyne Verlag, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-453-10982-1 (Aus dem Englischen ĂŒbersetzt von Ralph Sander (US-amerikanische Originalausgabe: The Making of Star Trek Deep Space Nine, 1996)).
âą Nina Rogotzki et al. (Hrsg.): Faszinierend! STAR TREK und die Wissenschaften. Verlag Ludwig, Kiel 2003, ISBN 3-933598-25-7 (Band 1), ISBN 3-933598-69-9 (Band 2).
âą Ralph Sander: Das STAR TREK Universum. Heyne Verlag, MĂŒnchen; 1994: BĂ€nde 1 und 2, ISBN 978-3-453-07759-1.; 1995: Band 3, ISBN 3-453-07760-1.; 1998: Band 4, ISBN 978-3-453-13370-9.
âą Nadja Sennewald: Alien Gender. Die Inszenierung von Geschlecht in Science-Fiction-Serien. transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-805-6.
âą Sebastian Stoppe: Unterwegs zu neuen Welten. Star Trek als politische Utopie. BĂŒchner-Verlag, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-941310-40-7.
âą Julian Wangler: Ăber den Rand des Universums. Der Dominion-Krieg â Die Jahre 2373 bis 2375. In: S. D. Perry: Star Trek: Deep Space Nine â Offenbarung, Buch 1. Cross Cult (Amigo Grafik), Ludwigsburg 2009, ISBN 978-3-941248-51-9, S. 275â282.
âą Christian Wenger: Jenseits der Sterne. Gemeinschaft und IdentitĂ€t in Fankulturen. Zur Konstitution des Star Trek-Fandoms. transcript Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89942-600-7, S. 112â114.
âą Hans J. Wulff: STAR TREK zwischen Wissensagentur und PopulĂ€rkultur. In: Rogotzki et al. 2003, Band 1, S. 19â40.
Weblinks
Commons
: Star Trek: Deep Space Nine
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
âą Star Trek: Deep Space Nine bei IMDb
âą Star Trek: Deep Space Nine bei Fernsehserien.de
âą Star Trek: Deep Space Nine in der Online-Filmdatenbank
âą Offizielle Seiten bei StarTrek.de (deutsch) und StarTrek.com (englisch)
âą Star Trek: Deep Space Nine im Star-Trek-Wiki Memory Alpha
âą EpisodenfĂŒhrer beim Deutschen StarTrek-Index
âą TREKnews.de â Informationen ĂŒber Star Trek
Einzelnachweise
Episodenverweise beziehen sich â sofern nicht anders angegeben â auf die deutsche Synchronfassung.
cite-note-zaehlweise-11. Die EpisodenzĂ€hlweise richtet sich nach derjenigen von TV.com (Memento vom 4. September 2013 im Webarchiv archive.today), der zufolge die 90-minĂŒtigen Pilotfilme der ersten und vierten Staffel sowie die Abschlussdoppelfolge als je zwei Einzelepisoden gezĂ€hlt werden und sich eine Episodensumme von 176 ergibt.
cite-note-imdbcrew-22. Full cast and crew for "Star Trek: Deep Space Nine", in: IMDb, abgerufen am 20. MĂ€rz 2024
cite-note-33. â vgl. Ep. 1/2: Der Abgesandte (Emissary, Staffel 1)
cite-note-44. â vgl. Ep. 13: Die Prophezeiung (Battle Lines, Staffel 1)
cite-note-55. â vgl. Ep. 21: Die Heimkehr (The Homecoming, Staffel 2)
cite-note-66. â vgl. Ep. 20: Blasphemie (In The Hands Of The Prophets, Staffel 1)
cite-note-77. â vgl. Ep. 21: Die Heimkehr (The Homecoming), Ep. 22: Der Kreis (The Circle), Ep. 23: Die Belagerung (The Siege, alle Staffel 2)
cite-note-88. â vgl. Ep. 44: Die Wahl des Kai (The Collaborator, Staffel 2)
cite-note-99. â vgl. Ep. 59: Der Funke des Lebens (Life Support, Staffel 3)
cite-note-1010. â vgl. Ep. 61: Trekors Prophezeiung (Destiny, Staffel 3)
cite-note-1111. â vgl. Ep. 70: Shakaar (Shakaar, Staffel 3)
cite-note-1212. â vgl. Ep. 40/41: Der Maquis, Teile 1 und 2 (The Maquis, Staffel 2)
cite-note-1313. â vgl. Ep. 94: In eigener Sache (For The Cause, Staffel 4)
cite-note-1414. â vgl. Ep. 111: FĂŒr die Uniform (For The Uniform, Staffel 5)
cite-note-1515. â vgl. Ep. 121: Glanz des Ruhms (Blaze Of Glory, Staffel 5)
cite-note-1616. â vgl. Ep. 6: Tosk, der Gejagte (Captive Pursuit, Staffel 1)
cite-note-1717. â vgl. Ep. 46: Der Plan des Dominion (The JemâHadar, Staffel 2)
cite-note-1919. â vgl. Ep. 66/67: Der geheimnisvolle Garak, Teile 1 und 2 (Improbable Cause und The Die Is Cast, Staffel 3)
cite-note-2020. â vgl. Ep. 72: Der Widersacher (The Adversary, Staffel 3)
cite-note-2121. â vgl. Ep. 73/74: Der Weg des Kriegers (The Way Of The Warrior, Staffel 4)
cite-note-2222. â vgl. Ep. 99: Die Apokalypse droht (Apocalypse Rising, Staffel 5)
cite-note-ep83-84-2323. â vgl. Ep. 83: Die Front (Homefront), 84: Das verlorene Paradies (Paradise Lost, beide Staffel 4)
cite-note-2424. â vgl. Ep. 112: Die Schatten der Hölle (In Purgatoryâs Shadow), 113: Im Lichte des Infernos (By Infernoâs Light, beide Staffel 5)
cite-note-2525. â vgl. Ep. 125: Zeit des Widerstands (A Time To Stand, Staffel 6)
cite-note-2626. â vgl. Ep. 128: Hinter der Linie (Behind The Lines, Staffel 6)
cite-note-2727. â vgl. Ep. 129: Ein kĂŒhner Plan (Favor The Bold) und 130: Sieg oder Niederlage? (Sacrifice Of Angels, beide Staffel 6)
cite-note-2828. â vgl. Ep. 133: Statistische Wahrscheinlichkeiten (Statistical Probabilities, Staffel 6)
cite-note-2929. â vgl. Ep. 138: Das winzige Raumschiff (One Little Ship, Staffel 6)
cite-note-3030. â vgl. Ep. 143: In fahlem Mondlicht (In The Pale Moonlight, Staffel 6)
cite-note-ep150-3131. â vgl. Ep. 150: TrĂ€nen der Propheten (Tears Of The Prophets, Staffel 6)
cite-note-ep168und169-3232. â vgl. Ep. 168: Bis dass der Tod uns scheide (âTil Death Do Us Part), 169: Eine sonderbare Kombination (Strange Bedfellows, beide Staffel 7)
cite-note-3333. â vgl. Ep. 170: Im Angesicht des Bösen (The Changing Face Of Evil, Staffel 7)
cite-note-3434. â vgl. Ep. 166: Unter den Waffen schweigen die Gesetze (Inter Arma Enim Silent Leges, Staffel 7)
cite-note-3535. â vgl. Ep. 172: Kampf mit allen Mitteln (Tacking Into The Wind) und 173: Extreme MaĂnahmen (Extreme Measures, Staffel 7)
cite-note-ep175und176-3636. â vgl. Ep. 175/176: Das, was du zurĂŒcklĂ€sst, Teile 1 und 2 (What You Leave Behind, Staffel 7)
cite-note-3737. â vgl. Ep. 135: Das Gute und das Böse (Waltz, Staffel 6)
cite-note-3838. â vgl. Ep. 151: Das Gesicht im Sand (Image In The Sand), 152: Schatten und Symbole (Shadows And Symbols, beide Staffel 7)
cite-note-3939. â vgl. Ep. 159: Entscheidung auf Empok Nor (Covenant, Staffel 7)
cite-note-4040. â vgl. Ep. 65: Durch den Spiegel (Through The Looking Glass, Staffel 3)
cite-note-4141. â vgl. Ep. 104: Immer die Last mit den Tribbles (Trials And Tribble-ations, Staffel 5)
cite-note-4242. â vgl. Ep. 79: Kleine grĂŒne MĂ€nnchen (Little Green Men, Staffel 4)
cite-note-4343. â vgl. Ep. 28, 106, 141
cite-note-4444. â vgl. Ep. 144, 160
cite-note-4545. â Neil Lerner: Hearing the Boldly Goings: Tracking the Title Themes of the Star Trek Television Franchise, 1966â2005, in: K. J. Donnelly, Philip Hayward (Hrsg.): Music in Science Fiction Television. Tuned to the Future. Routledge, New York 2013, ISBN 978-0-203-07633-0 (Version fĂŒr Amazon Kindle), Pos. 1610 ff.
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cite-note-pierce1999-4848. â Scott D. Pierce: End of the line for âDeep Space Nineâ. Actors and creators voice pride in seriesâ character emphasis, in: Deseret News vom 4. Juni 1999, abgerufen am 14. Juni 2013, Originalzitat Ira Steven Behr: âEach week, we gave them a different TV show. They didnât know whether they were going to get a comedy, a space opera, a socially relevant episode or a quiet character episode.â
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